Arme Leute Essen – schnell, preiswert & gesund


Selber herstellen lässt sich Vieles und mit den richtigen Anregungen fällt es leichter!

Es geht um die vielen Möglichkeiten sich schnell, preiswert und gesund zu ernähren. Was zu Zeiten unserer Großeltern als Arme Leute Essen bezeichnet wurde, ist in den zurückliegenden Jahren durch das Versprechen der Industrie mit ihren Fertig-Produkten zu einer schnellen, ausgewogenen und gesunden Ernährung beizutragen in den Hintergrund – und an manchen Stellen in Vergessenheit – gerückt. Über die heutige Qualität der industriellen Fertig-Produkte darf sich Jeder selber ein Urteil bilden: Kritische Fragen werden an vielen Stellen auf Video-Portalen und in Texten im Internet gestellt.

In indigenen Gemeinschaften Südamerikas zeigen die Alten den Jungen, welche Pflanzen für die regelmäßige Ernährung unerlässlich sind. Haben die Jungen dieses Wissen erworben, besteht ihre nächste Aufgabe darin für sich heraus zu finden, wie sie diese Nahrung so zusammenstellen, dass sie ihnen schmeckt.

Warum schnell? Ich lebe in einer Stadt und sehe beim Einkauf im Supermarkt, was Andere so aus ihrem Wagen auf das Kassenband legen. Für Viele ist der Punkt es muss schnell gehen entscheidend. Ebenso für mich. Ich kann mich nicht täglich 4-5 Stunden in meine Küche stellen, um mir gutes Essen zu zubereiten.

Warum preiswert? Unabhängig, ob einem mehr oder weniger Geld zur Verfügung steht ist eine gesunde Ernährung mit wenig Zeitaufwand möglich. Zudem eröffnet eine preiswerte Ernährung – eine Ernährung, welche ihren Preis wert ist (welche nicht überteuert ist) – weitere Möglichkeiten. Geld kann man immer nur einmal ausgeben. Braucht man es aber nicht, kann man sich überlegen, ob man bspw. weniger Lohnarbeit nach geht und sich in sinnvollen Dingen einbringt oder man arbeitet wie gewohnt weiter und kommt schnelle zu seinem Ziel (bspw. eigenen Grund und Boden).

Warum gesund? Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist Alles nichts! Wer aus eigener Kraft für sich sorgen will – sein Leben sogar noch verbessern möchte – ist auf die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit angewiesen.

Und warum nun Arme Leute Essen? In der Vergangenheit wurde auf das Essen der Armen oft herab geblickt. Aus meiner heutigen Sicht zu Unrecht, weil es grundlegend – abgesehen von Zeiten des totalen Mangels – sehr nährstoffreich und somit der Gesundheit zuträglich ist. Genannt seien: Gemüse, Hafer, Leinöl …

Ein Blick auf das sogenannte Arme Leute Essen ist für mich eine Inspiration. Zumal diese Form der Ernährung uns in das Hier und Heute gebracht hat. Hätte es bei den Vorderen nicht funktioniert, würde es uns heute so nicht geben.

Die primäre Grundlage unserer Ernährung bilden Wasser, Kohlenhydrate, Eiweiß und Öl. Für ein Gleichgewicht von Seele & Körper – was wir mit dem Wort Gesundheit bezeichnen – sind ferner eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente unerlässlich. Auf Seiten wie Zentrum der Gesundheit finden sich zu diesem Thema zahlreiche Informationen. Wer sich mit diesem Thema tief ergehend beschäftigen möchte bietet ein Buch wie

Uli P. Burgerstein, Hugo Schurgast, Michael Zimmermann:

Handbuch Nährstoffe.Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe.

2012, 12. Auflage ISBN-10: 3830460716

einen guten Überblick.

Welche Bestandteile bieten sich für ein Arme Leute Essen an?

  • Nudeln / Kartoffeln / Reis / Hülsenfrüchte/ Gemüse
  • Salat / Obst / Fleischiges & co. bzw. Vegane Alternativen
  • Gewürze / Kräuter

Kartoffeln

Auf in die Praxis! Was lässt sich alles mit rohen Kartoffeln schnell und einfach anstellen?

  • Aus dem Topf: Pell- / gekochte Kartoffeln
  • Aus dem Ofen: Pommes / Ofen-Kartoffeln / Kartoffelspalten / Backkartoffeln
  • Aus der Pfanne: Bratkartoffeln / Kartoffelpuffer bzw. -schnitzel
  • Aus gekochten Kartoffeln:
    => Kartoffelsalat
    => Kartoffelbrei (aus dem Brei in einer Fritteuse Kroketten)
    => Kartoffelsuppe (grob / fein)
    => Kartoffel-(Gemüse-)Auflauf
    => Kartoffelklösse Halb&Halb

Ein leckeres, schnell zubereitetes und kostengünstiges Essen gelingt, wenn Salz, Gewürze, Kräuter und Öl oder etwas anderes Passendes hinzukommen.

  • Gewürze: Pfeffer, Muskatnuss, Ingwer, Karpern
  • Kräuter: Petersilie, Liebstöckel, Rosmarin, Majoran, Schnittlauch, Zwiebel, Knoblauch, Thymian, Oregano, Kümmel
  • Öl: Rapsöl, Leinöl, Olivenöl …
  • Passendes: Quark, Apfelmus (zum Kartoffelschnitzel)

Soße

Auf zum nächsten Schritt! Die meisten Gerichte haben einen Hauptbestandteil. Die Variationen entstehen mit den „kleinen Bestandteilen“, welche das Essen genau zu diesem Einen machen.
Egal, ob die Entscheidung auf Kartoffeln, Nudel, Reis oder Brot gefallen ist: Mit einer Soße oder Ähnlichem kommt der, für das Gericht, typische Geschmack!
Was bietet sich an? Als Grundlage ein hitzebeständiges Öl, wie Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Zum anbraten bieten sich Knoblauch, Porree, passierte Tomaten, Zwiebeln, Pilze, Paprika, Möhre, Nüsse und Tierisches bzw, Tofu u.ä. an.
Ebenso kann eine Sauce auf Grundlage von ÖL und Tomatensaft, Hafermilch oder Ähnlichem zubereitet werden.
Um nun die Sauce noch zu vervollständigen hilft ein Griff zu Gewürzen und Kräutern wie Pfeffer & Salz, Petersilie, Schnittlauch, Ingwer, Muskatnuss, Liebstöckel, Thymian, Kümmel, Oregano, Rosmarin, Majoran, Basilikum, Paprikapulver, Curry …

Bei den Gewürzen gibt es kein Richtig oder Falsch! Richtig ist was schmeckt und im Zweifel ist Weniger mehr, um ein Überwürzen zu vermeiden.
In einem Vid zum Thema Ernährung wurde auf die möglichst große Vielfalt an Nährstoffen hingewiesen, welche ein Jeder täglich zu sich nehmen sollte. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Menge, sonder auf der Vielfalt. Mit einer Vielzahl von Kräutern und Gewürzen lässt sich das vorgeschlagene Ziel von mindestens 30 verschiedenen Lebensmittel täglich gut erreichen.


Hafer(-Flocken)

Abschließend folgt ein Blick auf – den Alten – Bekanntes. Jüngere nennen es in unseren Tagen: power food. Hafer(-Flocken) … schnell, gesund und preiswert. Was macht den Hafer so großartig?

  • Hafer enthält zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelement
  • alle essentiellen und semi-essentiellen Aminosäuren sind enthalten
  • Hafer wächst in unserer Region und muß nicht um die Welt bewegt werden
  • ein Pfund Haferflocken ist gegenwärtig ab 0,39 € zu haben
  • Haferflocken sind gut lagerbar, eine Kühlung ist nicht erforderlich
  • mit den Haferflocken läßt sich eine Menge in der Küche anstellen

An den Haferbrei aus Kindertagen werden sich Manche noch erinnern. Wasser oder Milch und etwas Zucker zusammen mit Haferflocken. Andere kennen die Haferflocken von der Brot- oder Brötchenkruste. Andere wieder aus dem Müsli.
Dabei kann der Haferbrei sehr abwechslungsreich daherkommen: von süss über fruchtig bis herzhaft.
Als Grundrezept bieten sich Milch oder Wasser & pflanzliches Öl (Kokusöl / Rapsöl / Olivenöl) an. Die Haferflocken mit ausreichend Flüssigkeit in einen Topf geben und aufkochen und dann bei schwacher Hitze köcheln bzw. ziehen lassen.
Zahlreiche Ideen und Inspirationen finden sich rund um den Haferbrei auf Seiten des Internets.
Einige Anregungen basierend auf der Grundlage von Wasser & Haferflocken

  • + Backkakao + Zimt + Kokosöl
  • + Früchte nach Jahreszeit und Vorliebe (frisch / getrocknet)
  • + Kräuter + Lauch
  • + Samen bspw. Leinen

Seit einigen Jahren steht Haferdrink (Hafermilch) in eckigen Packungen in Läden. Ein Liter kostet meistens mehr als einen Euro. Von weiteren Zusätzen und der Beförderung nach Hause abgesehen.

Mittels Haferflocken läßt sich Hafertrunk mit wenig Zeit und geringen Aufwand selber erzeugen:

  1. feine Haferflocken in Wasser aufkochen
  2. weiteres Wasser beim köcheln nachgeben damit die Haferflocken gut aufquellen
  3. anschließend den Haferbrei mit einem (Stab-)Mixer pürieren
  4. je nach gewünschter Konsistenz weiteres Wasser hinzu geben

Im Kühlschrank ist der eigene Hafertrunk in geschlossenen Gläsern etwa 10 Tage haltbar.

Und nun? Was läßt sich alles aus dem gefertigten Hafertrunk leckeres machen?

  • stark verdünnt als Getränk für zwischendurch
  • für Müsli, Pudding
  • als Kochcreme für Aufläufe, Soßen oder Pfannengerichte
  • Pfannkuchen, Waffeln, zum Backen
  • Bestandteil für selbst gemachtes Eis

… und dies Alles aus einer so unscheinbaren Pflanze, welche uns so viel Gutes bietet!


Wem diese Worte irgendwie bekannt vorkommen erinnert sich richtig. Ich hatte sie bereits im Forum unter autarkvernetzt.org/forum/ im November 2017 niedergeschrieben. Dieses Forum existiert inzwischen nicht mehr, deshalb finden diese Gedanken hier erneut ihren Platz.

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