Selbstverständliche Merkwürdigkeiten – Erster Teil


Ich liebe die Deutsche Sprache. Diese Sprache ist eine der ausdrucksstärksten Sprachen. Sie weißt mit ihren zahlreichen und leichten Neuzusammensetzung von Wörtern eine enorme Differenzierung und Präzisierung auf.

Im Alltag geht uns dieser Blick auf unsere Sprache oftmals leicht verlorenen. Was wir von Klein auf so und nie anders kennen lernten ist für uns selbstverständlich. Oft haben wir den Eindruck, dass es bereits seit dem Beginn der Zeit so gewesen ist. Manchmal stolpern wir im Alltag über Merkwürdigkeiten – staunen – schütteln uns – und laufen weiter.

In diesen Beitrag erfolgt ein Blick auf selbstverständliche Merkwürdigkeiten, welche uns im Laufe eines Jahre begegnen (können). Dann laufen wir doch einmal los …

Jahreswechsel

Im Tagebuch eines Deutschen wurde im Beitrag Neues Jahr? – Alles klar?! Ende 2017 auf Merkwürdigkeiten zum gewählten Zeitpunkt des Jahreswechsels eingegangen.

  • Mitten im natürlichen Zyklus des Jahres wird ein Jahr beendet und ein neues Jahr begrüßt. Der natürliche Jahreszyklus beginnt mit dem Frühjahr und Endet mit dem Ende des Winters.
  • Der Wechsel findet zu einer Tageszeit statt, welche dem natürlichen Bio-Rhythmus von Menschen zu wieder läuft. Erkennbar daran, dass sich die Jüngsten zu diesem Zeitpunkt – in den meisten Fällen – im Reich der Träume zum Energieaufladen für den nächsten Tag befinden und an der „Feier“ nicht teilhaben.

1.Mai – Tag der Arbeit

Der 1.Mai wird in zahlreichen Staaten auf unserer Erde als Feiertag mit der Bezeichnung „Tag der Arbeit“ begangen. An diesem Tag dürfen die Arbeitenden bzw. Jene – welche es sein wollen (sollen), aber Systembedingt nicht dürfen – voller Freude die Situation feiern, dass sie für Andere einen Großteil ihrer Lebenszeit hergeben.

Verkauft wird uns dieser besondere Tag als Jener, wo für die Rechte der Arbeitenden gestritten und gekämpft wird. Besonders turn sich Vertreter der großen Gewerkschaften und von Parteien – welche meinen sich einen sozialen Anstrich geben zu müssen – hervor.

Aber waren es nicht Jene, welche in den zurückliegenden Jahren:

  • die Hartz IV Gesetze
  • Gesetzte zur Arbeitnehmerüberlassung / Leiarbeit
  • Kürzungen der Renten
  • Privatisierung von Öffentlicher Daseinsvorsorge

ermöglichten – durchsetzten – stillschweigend mit trugen … und somit zu Verantworten haben?

… und wer freut sich schon über Arbeit? Jeder freut sich, wenn die Arbeit möglichst gering bleibt und vollbracht ist! Eine den Menschen erfüllende Tätigkeit hingegen ist etwas völlig Anderes – ginge es darum hätte dieser Feiertag bereits eine andere Bezeichnung.

Einschulung

Meine Oma (†) erzählte mir vor Jahren, dass zu ihr Zeit die Kinder im Frühjahr eingeschult wurden – in einer Zeit des Erwachens und Wachsens.

Heute erfolgt die Einschulung zum Ende des Sommers – in der Zeit der Ernte.

Es scheint, dass in dieser Zeit nicht nur die Bauern auf ihren Feldern – sondern auch ganz Andere – ihre Ernte einfahren, um sie durch Andere (weiter)verarbeiten zu lassen.

Weihnachten

Zu Beginn des Winters steht ein großes Fest an: Weihnachten. Neben zahlreichen verschiedenen Bräuchen und Traditionen hat in dieser Zeit ein alter betagter Gesell seinen Platz. Der Weihnachtsmann.

Nur warum kommt er in der Farbe eines zuckersüssen Limonadenherstellers aus den Vereinigten Staaten von Amerika daher?

Im Jahre 1931 gab der Cartoonist und Grafiker Haddon Sundblom mit seinem Entwurf ihm dieses Aussehen.

Heute wird dieses Fest als eine riesige Konsumorgie in den Medien und Geschäften zelebriert, welche mit dem Weihnachten – wie es zurückliegende Generationen feierten – bei sehr vielen Menschen kaum noch Gemeinsamkeiten besitzt.

Was wäre, wenn ein Konzern den Osterhasen in seine Farben verpackt hätte? Hätten wir dann diese Konsumorgie zu diesen Tagen und zu Weihnachten ein ganz anderes Fest?

Wahlen

Alle Jahre wieder finden Wahlen mit Kandidaten statt – welche für einen Selber, in den meisten Fällen, unbekannt sind – und welche Interessen großartig vertreten. Nur sind es selten die eigenen Interessen des Wählers!

Was verrät uns hierzu die Deutsche Sprache?

Am Wahltag wird vom Wähler die Stimme abgegeben. Die Stimme befindet sich somit nicht mehr beim Wähler, sondern beim Kandidat. Ob der Kandidat nach der Wahl für seine Wähler sprechen könnte hängt davon ab, ob er bei der Wahl genügend Stimmen erhält. Bei zu wenigen Stimmen sind nicht nur die Wähler, sondern auch der Kandidat mal richtig sprachlos.

… und für wen der gewählte Kandidat nach der Wahl seine Stimme nutzt, bleibt allein ihm überlassen, da er nur „seinem Gewissen“ verpflichtet ist. Schließlich zeigt die Vergangenheit, das Versprechen vor der Wahl zu oft nur Versprecher der Kandidaten waren.

(leider habe ich kein Vid mit einer bessern Qualität gefunden)


Der folgenden Teil richtet den Blick auf selbstverständliche Merkwürdigkeiten des Alltag.

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