„Es war Einmal …“ Von der uns gelehrten Geschichte. Oder brach eine Stunde NULL mit der Renaissance an?


Manchmal stößt man auf winzige Steinchen, welche sich nicht in das bekannte Mosaik einfügen. Solche Steinchen kann man ignorieren und weiter machen oder sie zur Kenntnis nehmen, zur Seite legen und sammeln. Finden sich weitere Steinchen, kann man die Gesammelten hernehmen und schauen ob sich ein Bild beginnt zu fügen.

Ein solches Mosaik kann durch neue Steinchen ein völlig anderes Bild ergeben. Insofern stellt es immer nur eine Annäherung, abhängig von den zugrundeliegenden Informationen und Fakten, zum jeweiligen Zeitpunkt dar.

Was uns als „gesicherte Geschichte“ präsentiert wird

Mit den Worten „Es war einmal …“ fangen zahlreiche Märchen der Gebrüder Grimm an. Zwischen solchen Märchen und der uns präsentierten Geschichte liegen Welten. Schon deshalb, weil die Gelehrten dieser Disziplin Wissenschaftlichkeit für ihre Arbeiten und Werke als Grundlage voraussetzen und einfordern.

Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage wird uns beginnend in der Schule unsere Geschichte des Abendlandes – beginnend mit den Griechen, über die Römer, hin zu den germanischen Völker – präsentiert. Von den Germanen geht es dann zu den einzelnen Stämmen der Franken, Goten und Sachsen. In der Folge wird der Weg von diesen Stämmen über die Epochen des Mittelalters, der Neuzeit hin zur Neusten Geschichte gezeichnet.

Die Grundlage der Anfänge dieser abendländischen Geschichte bilden Schriften und Bücher, welche von den alten Griechen und Römern stammen. Über lange Zeit waren diese Schriften aus dem Bewusstsein der kollektiven Erinnerung verschwunden. Mit der Wiederentdeckung der griechischen und römischen Schriften begann sich Europa aus dem finsteren Mittelalter zu erheben. Diese Epoche wird als Renaissance bezeichnet.

Soweit in knappen Worten die uns präsentierte Geschichte, welche uns die Gelehrten der geschichtlichen Disziplin auf Grundlage ihrer wissenschaftlichen Arbeiten vorlegen.

Europäische kulturgeschichtliche Epochen zwischen dem 11. und 18. Jahrhundert

Die Romanik erstreckte sich vom 11. bis ins 13. Jahrhundert und löste als große gesamteuropäische Epoche die im 5. Jahrhundert mit dem Römischen Reich untergegangene Epoche der Antike ab. Von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zum Ende des 15. Jahrhunderts prägte die Epoche der Gotik die europäische Kunst und Architektur. Der Ursprung beider Epochen – der Romanik und Gotik – befand sich jeweils nördlich der Alpen. Als Erbe dieser Epochen sind heute noch europaweit zahlreiche kirchliche Bauten – Dome, Kathedralen, Klöster und Kirchen – erhalten.

In der Epoche der Renaissance – zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert – findet in Europa, mit der Wiederentdeckung antiker Texte und den beginnenden Bemühungen einer Wiederbelebung von griechischen und römischen kulturellen Leistungen, ein enormer Aufbruch und Umbruch – ausgehend von norditalinischen Städten – statt.

Einige die damalige Zeit kennzeichnenden Ereignisse und Menschen:

Politik & Gesellschaft

Handel – Wirtschaft – Finanzen

Entdeckungen & Erfindungen

Kunst & Kultur

  • Leonardo da Vinci (1452 – 1519), italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph
  • Erasmus von Rotterdam (ca. 1466 – 1536), Theologe, Priester, Augustiner-Chorherr, Philologe
  • Niccolò Machiavelli (1469 – 1527), florentinischer Philosoph, Politiker, Diplomat, Chronist, Schriftsteller und Dichter
  • Albrecht Dürer (1471 – 1528), deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker
  • Michelangelo (1475 – 1564), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister (Architekt) und Dichter
  • Raffael (1483 – 1520), italienischer Maler und Architekt
  • William Shakespeare (1564 – 1616), englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler

Die folgende Epoche – zwischen 1575 bis 1770 – wird als Barock bezeichnet. Ausgehend – aus dem Italienischen – verbreitet sich der Barock im katholischen Teil Europas und anschließend in abgewandelter Form in den protestantischen europäischen Gebieten. Kennzeichen dieser Epoche sind eine üppige Prachtentfaltung und absolutistisch-monarchische Regierungsformen.

Magedalenenhochwasser – Juli 1342

Vor der Zeit der Renaissance suchten mehrere schwere Katastrophen Europa heim. Über die Nordsee brachen mehrfach schwere Sturmfluten herein, wie die Zweite Marcellusflut (Grote Mandrenke = „großes Ertrinken“) im Januar 1362, welche bis zu 100.00 Tote forderte.

Das Magdalenenhochwasser im Juli 1342 traf Mitteleuropa besonders schwer und zog eine Vielzahl weiterer Katastrophen, wie Hungernöte und Unruhen, nach sich.

Auf de.wikipedia.org steht zu den Auswirkungen des Magdalenenhochwasser:

In den Jahren nach dem Magdalenenhochwasser folgten kalte und nasse Sommer, die in Verbindung mit dem erodierten Boden zu Ernteeinbußen führten. In deren Folge kam es zu massiven Hungersnöten, welche die Auswirkungen der in den Jahren 1347 bis 1353 grassierenden großen europäischen Pestepidemie zusätzlich verschlimmerten.[7] Auch außerhalb der Regionen, in denen Hochwasser nachweisbar ist, ergeben sich Hinweise auf Starkregen und Bodenerosion, so am mittleren Neckar.[8]

In den folgenden Vids geht conrebbi auf die Ereignisse und Folgen des Magdalenenhochwasser ein:

Pest, Hochwasser+ Deagle- 1342 Magdalenhochwasser von conrebbi

Magdalenhochwasser bis zum Schweinemord von conrebbi

Chronologiekritik … was hält stand?

Unter der Bezeichnung Chronologiekritik werden verschiedene Thesen zusammengefasst, welche die vorherrschende Lehrmeinung des präsentierten Geschichtsverlauf der Gelehrten dieser Disziplin in Frage stellen.

So schriebt Christoph Pfister in seinem Werk Die Matrix der alten Geschichte auf Seite 14:

Es sollte einleuchtend sein, daß unsere Kenntnis der Menschheitsgeschichte mit zunehmender Entfernung von heute abnimmt. Also wissen wir vom 19. Jahrhundert weniger als vom 20., und vom 18. weniger als vom 19. Jahrhundert.

Aber was wissen wir überhaupt vom 18. Jahrhundert? – Schon dort kippt die Geschichtskenntnis ins Dunkel der Vorgeschichte.

Im selben Werk schreibt der Autor über den analytischen Ansatz von Anatoli Timofejewitsch Fomenko ab Seite 32ff:

Für die mathematisch-statistische Analyse von narrativen Strukturen wurde die alte Weltgeschichte nach bestimmten Kriterien auf wiederkehrende inhaltliche und zeitliche Elemente untersucht. Dabei stellte Fomenko fest, daß sich die älteren Geschichtsepochen in ihrer Dauer und in ihren Aussagen überlappen und letztlich auf etwa sechs Textbücher zurückgeführt werden können.

[…]

Fomenko erkennt vor allem, daß die Bibel das wichtigste Textbuch für die Matrix darstellt.

Anders ausgedrückt finden sich alle anderen wichtigen Vorlagen für die Geschichtserfindung auch in den historischen Büchern des Alten Testaments.

[…]

Fomenko hat mit seiner Methode die antike und mittelalterliche und später die griechische und russische Geschichte analysiert.

[…]

Und ihm fällt auf, daß die gotischen Kathedralen in den europäischen Städten nicht aus einem fernen „Mittelalter“ stammen können.

[…]

In fast jedem Kapitel weist Fomenko zum Beispiel auf den Chronologen Joseph Justus Scaliger hin, den er für den Urheber der verqueren Zeitstellungen der älteren Zeit hält.

In seinem Werk Das erfundene Mittelalter stellt Heribert Illig die These auf, dass in der Geschichtsschreibung knapp 300 Jahre eingebaut wurde. Er stellt zahlreiche Belege und Indizien vor, dass die niedergeschriebene Chronologie vom September 614 bis August 911 nicht stattgefunden hat. Diese Sci-Fi Geschichtsschreibung bezeichnet er als Erfundenes Mittelalter.

Wie ich beispielhaft an Heribert Illig, Christoph Pfister und Anatoli Timofejewitsch Fomenko aufzeigte, bestehen nicht nur kleine und geringe Zweifel an der – uns von den Gelehrten der Disziplin Geschichte – vorgelegten Erzählung über den zurückliegenden Zeiten. Würde die vorausgesetzte und eingeforderte Wissenschaftlichkeit als Maßstab gelten, hätte längst eine breite Diskussion, Auseinandersetzung und Überprüfung der vorgelegten Thesen in dieser Disziplin unter den Gelehrten eingesetzt. Bisher werden diese aufgeworfenen Fragen bestenfalls belächelt, ignoriert oder gar ins Lächerliche gezogen.

Geschichte – ist und war schon immer – ein Instrument der Herrschenden, um ihren Stand sowie ihre gesellschaftliche Position zu begründen und zu legitimieren. Hat sich daran im Heute etwas geändert? Nein! Die christliche Kirche rechtfertigt erhaltene Zahlungen immer noch mit ihrem Entschädigungsanspruch:

Darunter versteht man Leistungen vor allem der Bundesländer, die auf Entschädigungszahlungen für Grundbesitz und Vermögen beruhen, der den Kirchen unter anderem im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 enteignet wurde.

[siehe hierzu: Kirchenfinanzierung im Abschnitt Finanzierung aus staatlichen Mitteln]

Ob die Kirche der rechtmäßig Eigentümer von dem enteigneten Grundbesitz und Vermögen war – an Diebesgut kann nach heutiger Rechtsauffassung kein Eigentum, sondern nur Besitz erlangt werden – ist (oft) in den Nebel der Vergangenheit entschwunden. Was an den jährlichen Zahlungen in Millionenhöhe nicht das geringste ändert. Recht ist ja Recht!

Anhand dieses kleinen Beispiels der Kirchenzahlungen wird die enorme Auswirkung, welche aus der niedergeschriebenen „Geschichte“ resultiert, für unser Jetzt und Hier ersichtlich. Übrigens: die Kirche erhielt laut SpiegelOnline 2018 von den Bundesländern 538 Mio. Euro und insgesamt fast 17,9 Mrd. Euro seit 1949.

Die Renaissance anders betrachtet

Der Epoche, welche wir heute als Renaissance bezeichnen. ging laut Volksmund das Finstere Mittelalter voraus. Was machte diese Zeit finster? Die apokalyptischen Katastrophen –  wie die schweren Sturmfluten oder das Magdalenenhochwasser sowie deren Folgen – welche über Europa herein brachen.

Befand sich das Macht- und Kulturzentrum vor diesen schweren Katastrophen (möglicherweise) im nördlichen Mitteleuropa jenseits der Alpen (Romanik und Gotik), so verlagerte sich das Macht- und Kulturzentrum in den nord-italienischen Raum und dehnte sich über den Voralpenraum (Augsburg, Nürnberg) über Europa aus. Hingegen verloren Machtzentren wie die Hanse zunehmend an Bedeutung.

Die Auswirkungen dieser höllischen Katastrophen in Europa zogen sich (womöglich) über Generationen. Wer konnte suchte sicher, wenn nur irgend möglich, sein Heil in der Flucht. Für Alle, denen eine Flucht nicht vergönnt war, brach der Kampf ums nackte Überleben an.

Zur Genüge wurde dieser Überlebenskampf – nach den Fluten – aufgrund von (unbehandelten) Verletzungen, fehlender Nahrung und den ausgesetzten Naturgewalten und anderen Überlebenden – welche Stärker waren – verloren. Zu allem Überfluss folgten Epidemien – wie die Pest – welche auf fruchtbaren Boden fielen und sich ausbreiteten. Unter solchen Umständen war an den Wiederaufbau, der durch die Fluten zerstörten Infrastruktur, lange Zeit sicher nicht zu denken.

Das eine solche Zeit als eine finstere Epoche – als Finsteres Mittelalter – auch heute noch bezeichnet wird, kann nicht überraschen. Der Ablasshandel eines Johann Tetzel und die Frömmigkeit der Überlebenden und deren Nachfahren, sowie der Holzschnitt eines Albrecht Dürer wie die Apokalyptische Reiter

erscheinen in einem neuen und anderen Licht.

Es brauchte seine Jahre bis sich nach diesen apokalyptischen Ereignissen eine funktionierende Gesellschaft erneut formieren konnte.

Das Ausmaß dieser Katastrophe fiel in den europäischen Regionen möglicherweise unterschiedlich aus oder der Zeitraum war unterschiedlich, wodurch eine Wieder- und Neuaufbau in manchen Gebieten – wie in Norditalien oder den nördlichen Voralpen – früher einsetzen  konnte. Dieser enormer Aufbruch und Umbruch, welcher wie aus dem Nichts erscheint, wird von uns heute als Renaissance bezeichnet.

Wie immer ist für den bestehenden Macht- und Herrschaftsanspruch eine Legitimation hilfreich. Diese Legitimation bot die Berufung auf die „aufgefundenen“ antiken griechischen und römischen Schriften, auf deren Grundlage der Wieder- und Neuaufbau erfolgte.

Das diese „aufgefundenen“ Schriften bereits an die 1.500 Jahre oder eine noch längere Zeit überstanden haben sollen, steigert gewiss nicht die Glaubwürdigkeit an dieser Geschichte! Vielmehr wurden  „Neuentdeckungen“ aus dieser Zeit zusätzlich auch in die Vergangenheit projiziert. Zumal die Frage bleibt, ob die „Neuentdeckungen“ der Renaissance vor den apokalyptischen Katastrophen in Europa bereits bekannt und verbreitet waren und somit nur Teil des Wiederaufbaus darstellen.


… und anschließend tobte im mitteleuropäischen Raum der Dreißigjährige Krieg. Die Gedanken hierzu kommen – wenn, dann – in einen weiteren Beitrag, um die bereits vorhandene Länge nicht noch weiter zu sprengen …


Die Folgen dieses Wieder- und Neuaufbaus reichen bis in unsere heutigen Tage. Das Rechtssystem, doppelte Buchführung und Bankenwesen, Universitäten und die dortige akademische Ausbildung, die christlichen Kirchen sowie der Vatikan, beurkundete Rechte und Besitzverhältnisse sowie die Legitimation mittels der geschriebenen Geschichte haben ihren Ursprung in dieser Zeit und ihre Auswirkungen bis in unsere heutigen Tage.

Steinchen für Steinchen zum (un)vollständigen Mosaik

Im Laufe der zurückliegenden Zeit bin ich auf verschiedene Steinchen gestoßen, welche in mir anfangs ein Gefühl der Ungereimtheit hervorriefen. Lange zeigte sich statt einem (un)vollständigen Bild nur Nebel. Die Steinchen wurden mehr und Zusammenhänge zeichneten sich ab. Den Anstoß zu diesem Text gaben letztlich die Vids

Ungereimtheiten in den Überlieferungen der Baukunst? von Silent Wolf

! DARUM gibt es keine WÄLDER auf der ERDE !-Es gibt keine wälder auf der ERDE Teil 15 von Phioo wills wissen [Dieses Vid bildet eine Zusammenfassung seiner Vid-Reihe Die Atlantischen Überreste.]

Vielen Dank an conrebbi, Silent Wolf und Phioo wills wissen für eure Vids und den darin präsentierten Informationen.! Ebenso gilt mein Dank Allen von mir nicht (mehr) Benennbaren, welchen ich das eine oder andere kleine Steinchen zu verdanken habe!

 

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