Vom Menschen zur KI – XI – Erster Teil


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Rückblick – Wie konnte dies geschehen? – Erster Teil

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Johann Wolfgang von Goethe

Noch verbirgt sich der Ursprung dieser Kraft – welche das Böse will und stets das Gute schafft – unter den aufgetürmten Schichten einer uns präsentierten Geschichte. Diese Wurzeln könnten im vatikanischen Rom, dem alten Ägypten, dem alten Babylon oder ferneren Zeiten liegen. Vor der einsetzenden Dominanz unserer Gesellschaft bestanden Hochkulturen im afrikanischen, amerikanischen und asiatischen Raum, welche zum Teil – wie die chinesische und indische – bis in unsere Tage bestehen. Alle Hochkulturen sehen sich vor vergleichbare Herausforderungen in Fragen der Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und weiteren Gütern sowie der Errichtung einer notwendigen Infrastruktur für Produktion, Transport, Handel, Kultur, Bildung sowie Gesundheit gestellt. Ein weiterer entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Bewältigung der auftretenden Herausforderungen bildet der Aufbau und das Wirken einer organisatorischen Struktur.

Der Trieb – sich die Welt zu unterwerfen – stellt einen fundamentalen Gegenentwurf zwischen vergangenen und unserer Kultur dar und manifestiert sich in einem bedingungslosen Expansionsstreben, welches alles Andere verschlingt und vernichtet. Mit diesem divergenten gesellschaftlichen Ansatz erklären sich Unterschiede zwischen dem vatikanischen Modell und dem des alten chinesischen Reiches. Im alten China betrachtete sich der Kaiser als Diener seines Volkes und wählte unter diesem Gesichtspunkt seine Beamte aufgrund ihrer Kompetenz und Loyalität. Sein Ziel bestand in der Gewährleistung eines funktionierenden Systems. Im Kleinen, wie im Großen. In vatikanisch geprägten Gesellschaften dienen die Bewohner den Herrschenden. Diese Herrschenden dienen wiederum ihnen übergeordnete Kreise. Eine wichtige Säule dieser vatikanischen Herrschaftsform bilden die Hilfsmittel Furcht und Schuld. In vergangenen Zeiten presste die vatikanische Kirche die Menschen mit diesen Hilfsmitteln erfolgreich in ein Korsett aus Gehorsam, Kontrolle und Abhängigkeit.

In unseren Tagen dient die Konstruktion und mediale Verbreitung neuer Glaubensmuster wie dem menschenverursachten Klimawandel, Ressourcenknappheit oder die Furcht vor Epidemien diesem Ziel. Mit den Instrumenten Schuld und Furcht bietet das vatikanische Modell den Herrschenden die Grundlage zur Erhebung und Forderung von Abgaben und Steuern, um ihre eigenen Ziele zu verwirklichen. Durch die über die Zeit immer weiter angestiegene Höhe der entzogenen Leistungen entsteht bei den Fleißigen der Druck die Produktivität zu erhöhen, um selber eine Verbesserung zu erreichen oder zumindest ihren Stand zu halten. Bisher bleibt unklar was diese vatikanisch geprägte Herrschsucht auslöste. Verschiedene Ansätze bemühen sich um eine Erklärung. So könnte ein (apokalyptisches) Ereignis in weit zurückliegenden Zeiten, welches ein kollektives Trauma – womöglich für Bewohner ganzer Regionen – hervorrief, diese Herrschsucht erklären.

Diese vorangestellten Gedanken zeigen den Rahmen, in welchem eine Entwicklung einzusetzen vermochte, welche uns von einer Agra-Gesellschaft zur Verstädterung, dann in die Industrialisierung und später in die Digitalisierung führte. Die beginnende Loginisierung stellt die Fortsetzung dieses Weges dar. Dieser unbändige Wille zur Herrschaft und Macht einer kleinen Gruppe erforderte von dieser Gruppe stets das Aufgreifen verschiedenster Entdeckungen, Erfindungen und Entwicklungen und prägte sowie trieb die vatikanisch-westliche Gesellschaft voran.

Die zwölf folgenden Abschnitte skizzieren Schritte auf Gebieten, welche uns den Weg in das Hier und Heute ebneten. Viele bekannte und zahllose unbekannte sowie in Vergessenheit geratene Menschen leisteten auf diesen Etappen ihren Beitrag. Sie suchten nach Antworten auf Herausforderungen, entwickelten Lösungen und verbesserten ihr Vorgehen. Sie übergaben ihr Wissen an die folgenden Generationen, welche das Überreichte aufgriff, um es mit ihrem Verständnis neu zu interpretieren und zu nutzen. Heute liegt es an uns, wie wir die gebotenen Möglichkeiten ergreifen und was wir daraus entstehen lassen.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:


Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe:


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