Bundestagswahl 2021: Täglich grüßt das Murmeltier oder Das Beste kommt zum Schluß


Es sind bemerkenswerte Zeiten mit einem einzigartigen Wahlkampf. Flankiert wird dieses politische Schattenboxen von der 2015 gestarteten Migrationswelle und dem seit Ende 2020 medial postulierten Corona Hype.

So verwundert es nicht, daß sich Parteipersonal der ersten Reihe ein medienwirksames Geschubse um die Kanzlerkandidatur liefern. Zu bestaunen war dies bei der CDU und CSU zwischen Armin Laschet und Markus Söder, wie auch bei den Grünen zwischen Annalena Baerbock und Robert Habeck. Nur kann ich mich nicht ganz dem Eindruck erwehren, daß der jeweils Unterlegende nicht wegschubste, sondern den Sieger nach vorn in den Fokus schubste. Etwas anders verlief die Nominierung bei der SPD. Dort schoben die Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjan ihren Genossen Olaf Scholz nach vorn. Wer vermag schon einen solchen Auftrag der Chefs zu widersprechen?

Somit standen die drei Nominierungen für das Kanzleramt der drei größten Parteien Deutschlands fest. Der Wahlkampf der letzten Wochen erinnerte mich mehr an die Reise nach Jerusalem, wo solange die Musik erklingt um leere Stühle geschritten wird. Ist die Musik zu Ende gilt es sich auf einen freien Sitz zu setzen. Da ein Stuhl weniger vorhanden ist als Spieler, bleibt einer ohne Sitzgelegenheit und scheidet aus.

So auch in diesem Wahlkampf. Armin Laschet bekam als erstes die Chance auf den fehlenden Stuhl und tat sein Bestes mit seinem Lacher vor laufenden Kameras bei dem Besuch von Flutopfern im Ahrtal. Viel geholfen hat es ihm nicht. So kam Annalena Baerbock an die Reihe mit ihrem Buch Jetzt. Wie wir unser Land erneuern. Thematisiert wurden fehlende Quellenangaben, welche in kommenden Auflagen enthalten sein sollen, Sicher halfen Frau Baerbock auch einige weniger beachtete Schnitzer dabei den fehlenden Stuhl zu erhaschen. Für Olaf Scholz boten sich diverse Affären wie CumEx, Wirecard oder der G20-Gipfel 2017 in Hamburg an. Nur wollten die Medien diese Begebenheiten einfach nicht so richtig aufgreifen und verwehrten ihm somit den rettenden fehlenden Stuhl. Keine zwei Wochen vor der Wahl versuchte Herr Laschet es noch einmal mit einem Sofortprogramm. Der Versuch verpuffte und so schubsen sich Armin Laschet und Olaf Scholz um das Kanzleramt.

Darüber hinaus wurde aus den Ministerien und an der Bundesregierung beteiligten Parteien allerlei unternommen, um dem für das Kanzleramt aufgestellten Kandidaten die Amtsbürde zu ersparen.

Erinnert sei an das Corona- und Impfchaos. An die keine zwei Woche vor der Wahl angedachte H4-Erhöhung von 3 Euro im kommenden Jahr. Die medienwirksame Verlautbarung der aufgekündigten Lohnfortzahlung für ungeimpfte Arbeitnehmer im Fall einer diagnostizierten Corona-Erkrankung oder -Quarantäne, an Preissteigerungen und die Aussicht auf weitere politische Preiserhöhungen und so vieles mehr. Alle aus Politik und Mainstream-Medien taten ihr Bestes und doch blieben zwei Kandidaten mit Aussicht aufs Kanzleramt im Rennen.

Muß es aber wirklich soweit kommen, daß in Deutschland ein neuer Kanzler das Erbe von der allzeit beliebtesten Kanzlerin Dr. Angelika Merkel antritt (Angela Merkel ist die bisher einzige Kanzler in Deutschlands und somit bis auf weiteres die (un)beliebteste Kanzlerin – je nach Sichtweise)

Was wäre, wenn sich CDU/CSU und SPD als Sieger ausrufen? Union oder SPD hat einige Zehntel-Prozent Vorsprung. Die andere Partei hat aufgrund von Direkt- / Überhang- und Ausgleichsmandaten einen Sitz mehr. Und nun? Es könnte sich erheblich hinziehen.

Für Armin Laschet und Olaf Scholz womöglich ein Gewinn, den Kelch nicht ergreifen zu müssen. Für Angela Merkel hingegen eine verlängerte Bürde, weiterhin geschäftsführend im Kanzleramt verweilen zu müssen.

… und nebenbei könnte so manches – aufgrund einer geschäftsführenden Regierung auslaufen. Zum Beispiel die Corona-Maßnahmen?

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