Miriam Hope: Wie EINE SCHWEIZER PUPPENSPIELERIN die Welt zerstört‼️

7:56 vor langer Zeit in einem kleinen Ort in der Schweiz geboren
Diese Worte erinnern mich an den großen Führer Chinas Mao, welcher als Bauernsohn sich empor schwang – wie aus dem nichts – die Welt in China grundlegend zu verändern. Nur wie kam es, das Mao als Student einige Semester beim späteren Klassenfeind in den USA an einer Universität in der nähe New Yorks verbrachte?
Von STONER gibt es das Vid Wurde die Schweiz von den Tempelrittern gegründet? wo er die Frage nach der Entstehung der Schweiz nachgeht und einige interessante Aspekte – wie Wehrhaftigkeit, Neutralität – beleuchtet. => https://youtu.be/20qOsA3ab9Q
Bleibt für mich die Frage: Wer ist diese Frau wirklich? Aus welcher Familie stammt sie? Um die Alm-Lisel wird es sich bei ihr sicher nicht handeln.

Veröffentlicht am 20.10.2020

Ob Spahn, Söder, von der Leyen oder Kanzlerin Merkel, sie alle sind installiert für einen Auftrag, und diesen wissen wir jetzt! Nun gilt es aufzudecken, wer die Auftraggeber dieser PolitMarionetten sind …

MASSENKLAGE gegen Drosten, WHO und RKI!
schliesst Euch RA Dr Fuellmich an ‼️
https://youtu.be/yKRhAs-qm6I

australische Fernsehsender zu Klaus Schwab
https://youtu.be/-GMci7r0WVg

Tell The Truth
https://youtu.be/KtdfSpYKGWo

Mein neuer Kanal ‚Miriams News‘ ‼️
https://www.youtube.com/channel/UCrcW…
Miriams News🍿
tägliche NACHRICHTEN. am MORGEN. mit MIRIAM.🥂

alle meine ZENSIERTEN Videos hier:
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Die Informationen in diesem Video sind meine persönliche Meinung und Ergebnis meiner persönlichen Recherche. Sie unterstreichen mein Recht auf persönliche Meinungsäußerung und Pressefreiheit. – Meine Videos sind Eigenproduktion. Alle Angaben sind trotz entsprechend sorgfältiger Recherche natürlich ohne Gewähr. Ich bin keine Redaktion und kann Informationen daher oft nur schwer – wenn überhaupt – überprüfen. Falls sich jemand beleidigt fühlt, bitte ich um Entschuldigung. Art. 5 III Satz 1 GG Kunst- und Wissenschaft

tagesschau: Roboter übernehmen Jobs? Was dann? | mal angenommen – tagesschau-Podcast

Veröffentlicht am 18.06.2020

Mal angenommen Roboter übernehmen unsere Jobs. Weniger Arbeit für uns Menschen, oder entstehen dadurch viele neue Aufgaben? Und wer hat die Kontrolle: Die Maschinen oder wir Menschen? Ein Gedankenexperiment.
Diese und weitere Folgen findet ihr überall, wo es Podcasts gibt – auch hier in der ARD Audiothek:
https://www.ardaudiothek.de/der-tages…
Ihr könnt diesen Podcast auch über euren Sprachassistenten hören. Sprachbefehl: „spiele mal angenommen von der ARD Audiothek“

Unsere Quellen und weiterführende Links zu dieser Folge:

Strukturwandel am Arbeitsmarkt seit den 70er Jahren – Arbeitsplatzverluste werden durch neue Arbeitsplätze immer wieder ausgeglichen, IAB-Studie (2019) http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb131…

Substituierbarkeitspotenziale von Berufen – Wenige Berufsbilder halten mit der Digitalisierung Schritt, IAB-Studie (2018) http://doku.iab.de/kurzber/2018/kb041…

Ethische Leitlinien der EU-Kommission für Künstliche Intelligenz (2019) https://ec.europa.eu/digital-single-m…

Zu den ethischen Leitlinien der EU-Kommission Kritik von Thomas Metzinger im SRF-Tagesgespräch (2019)
https://www.srf.ch/sendungen/tagesges…

Gutachten der Datenethikkommission der Bundesregierung (2019) https://datenethikkommission.de/wp-co…

Münchner Kirchenradio zu “Wie wir Maschinen Moral beibringen” https://radio.mk-online.de/sendungen/…

Weltwirtschaftsforum „Is a robot coming for your job?“ https://www.weforum.org/agenda/2018/1…

Europäische Strategie zur Künstlichen Intelligenz (2018) https://ec.europa.eu/commission/press…
DLF-Beitrag zu “Roboterethik” (2017)
https://www.deutschlandfunk.de/robote…

Zu welchem Anteil ist mein Job automatisierbar: Job-Futuromat https://job-futuromat.iab.de/
Vor- und Nachteile Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz
https://unternehmer.de/it-technik/205…

Kommentar „Nehmen uns Roboter die Arbeit weg? Na hoffentlich!“
https://www.zukunftsinstitut.de/artik…

Kommentar „Der Roboter wird den Menschen nie ersetzen“
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaf…

Interview mit Wilma, dem Bibliotheksroboter der TH Wildau
https://www.youtube.com/watch?v=-gGQB…

dbullcutter – KI und Sharing Economy: die „effiziente“ Enteignung (Reupload!)

Am 09.01.2020 veröffentlicht

Dekarbonisierung, Energiewende und Green Deal gehen Hand in Hand mit der sogenannten „digitalen Transformation“, die ein Gesellschaftsexperiment ist und das Aufkommen der KI impliziert.
Darunter ist die sogenannte starke künstliche Intelligenz zu verstehen.
Diese Transformation wird – so lautet die entsprechende Agenda – nicht nur das „Fußvolk“ betreffen, sondern die Unternehmerschaft und – wie unglaublich es klingen mag – das Finanzwesen.

Das neue Credo lautet: SHARING, also TEILEN… statt BESITZEN. Im Namen einer vermeintlichen neuen „Effizienz“ und der üblich gepredigten „Nachhaltigkeit“ werden wir alle auf Enteignung justiert.

#StopLeftDystopia

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Hinweis zum Zitatrecht: Die gezeigten legal auf YouTube veröffentlichten Szenen/Filmausschnitte wurden genutzt innerhalb des Zitatrechts, gemäß § 51 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG). Meine Präsentation enthält eine eigene Leistung. Der Zitatzweck ist dadurch erfüllt, dass meine Präsentation eine eigene Aussage hat, welche durch den Filmausschnitt nur belegt und untermauert wird. Die Quellen sind genannt und deutlich gekennzeichnet. Die Filmausschnitte dienen nur dazu, meine eigenen Ausführungen zu ersetzen und zu vervollständigen. Es werden nur soviel an fremden Filmszenen gezeigt, wie zwingend notwendig ist, um meine eigene Aussage zu untermauern.

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QUELLEN:

Jürgen Schnidhuber: KI und Wirtschaft (bei der Hertie-Stiftung)

Jürgen Schmidhuber bei den Xing-Gesprächen

Jürgen Schmidhuber bei Horváth und Partners

Schmidhuber: „Roboter wie Kinder erziehen“
https://www.blick.ch/news/wirtschaft/…

Sharing Economy
https://de.wikipedia.org/wiki/Sharing…
https://sharemag.de/e-scooter-sharing…
https://sharemag.de/shared-mobility-w…

Teilen ist Vielfalt


https://sharemag.de/sharing-kleidung-…
https://sharemag.de/mit-mewa-textilsh…
https://sharemag.de/sharing-banken-ei…
https://www.gdi.ch/de/publikationen/s…

Cloward-Piven-Strategie
https://www.augsburger-allgemeine.de/…
https://en.wikipedia.org/wiki/Cloward…
https://en.wikipedia.org/wiki/Guarant…
https://en.wikipedia.org/wiki/Basic_i…

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MEINE BÜCHER:

WAS WAR UND WAS KOMMEN WIRD
https://tredition.de/autoren/d-bullcu…

VON JENEN DIE UM FREIHEIT KÄMPFEN Teil I – GLOBAL DAWN – Die Abtrünnigen (SPECIAL EDITION)
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VON JENEN DIE UM FREIHEIT KÄMPFEN Teil II – GLOBAL DAWN 2 – Transhumanismus (SPECIAL EDITION)
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Vom Menschen zur KI – XI – Zweiter Teil

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Rückblick – Wie konnte dies geschehen? – Zweiter Teil

Zeitmessung

Reichte in grauen Vorzeiten für die Strukturierung des Lebens eine grobe Einteilung des Tages und eine Orientierung an den Jahreszeiten, so erfordern komplexere Gesellschaften mit begrenzten Raum und Ressourcen eine präzisere Zeiteinteilung. Diese Erfassung gestatten die Werkzeuge Kalender und Uhr. Anfangs dienten Wasser-, Sonnen- und Sanduhren für die Kurzzeit-Messung. Bereits in früheren Zeiten fanden Getriebe in unterschiedlichen Bereichen Anwendung. Für Uhren ließ sich dieser Ansatz mit der Erfindung der Hemmung nutzen. Eine solche Räderuhr in Mailand findet in einer Urkunde aus dem zweiten Drittel des 14. Jahrhunderts ihre Erwähnung. Mit verbesserten Kenntnissen der Mechanik und handwerklichen Vermögen entstanden Apparaturen, welche eine genauere Messung zwischen Momenten erlaubte. Diese mechanischen Systeme gewannen im Laufe der Zeit an Präzision und entwickelten sich mit der einsetzenden Miniaturisierung zu mobilen Begleitern. In mechanischen Taschen- und Armbanduhren sowie Chronographen zeigt sich die Kunstfertigkeit noch heute. Diese sich entwickelnden Kenntnisse bei der Fertigung von Uhren diente in anderen Bereichen als Inspiration oder Grundlage.

Schrift & Buch

Zahlreiche archäologische Funde belegen die Existenz von Schriften. So fertigten Inder in ferner Vergangenheit bereits aus beschriebenen Palmblätter Bücher. Als Defizit erweist sich die beschränkte Fläche der Blätter für Schriften. Andere Kulturen nutzten Tafeln aus Ton, Stein oder Metall. Die aufwendige Fertigung solcher Tafeln schränkt die breite Verfügbarkeit ein. Zudem erschwert das Gewicht die alltägliche Nutzung. Eine Verbesserung stellen Schriftrollen aus Papyrus und Pergament dar, welche eine größere Fläche bei geringem Gewicht bieten. Als Schwäche offenbart sich hier mit zunehmender Textlänge das Auffinden von Passagen. Im römischen Altertum nutzten Menschen Wachstafeln für ihre alltäglichen Notizen. Mit dem Austausch der Wachsschicht gegen Blätter aus Pergament und Papyrus entstand eine frühe Buchform. Die Weiterentwicklung führte im frühen Mittelalter in Europa zu einer Blüte in der Fertigung von aufwendigen und prachtvollen Büchern in Klosterskriptorien.

Papier & Buchdruck

Mitte des 13 Jahrhunderts entstanden in Italien erste Papiermühlen, nachdem Papier über arabische Händler nach Italien gelangte. Die erste Papiermühle im deutschsprachigen Raum nahm Ende des 14. Jahrhunderts in Nürnberg ihren Betrieb auf. Dieses neue Schreibmaterial verdrängte – aufgrund geringerer Kosten und einer höheren Verfügbarkeit – rasch Papyrus und Pergament. Die um 1450 von Gutenberg entwickelte Drucktechnik der beweglichen Letter ergänzte sich bestens mit dem Schreib- und Druckmaterial Papier. So befeuerten sich diese beiden Neuerungen gegenseitig. Die gesellschaftlich einsetzenden Veränderungen führten zu einer einsetzenden Alphabetisierung weiter Bevölkerungsteile in Europa.

Rechen- & Schreibmaschine

Buchstaben und Zahlen finden seit Langem ihre Anwendung in Kirchen & Klöstern, bei Hofe und Kaufleuten sowie Geldverleihern. Es kann wenig überraschen, daß Menschen zu allen Zeiten sich bietende Möglichkeiten ergriffen, um ihnen gestellte Aufgaben mit weniger Aufwand zu lösen. Mit der Fertigung mechanischer Uhren wuchsen die Kenntnisse und Fähigkeiten in der Feinmechanik. Eine Übertragung dieses Wissens in andere Bereiche bot sich an.

So beschrieb Anfang des 17. Jahrhunderts Wilhelm Schickard in einen Brief an Johannes Kepler eine Rechenmaschine. In der Mitte des 17. Jahrhunderts stellte der Franzose Blaise Pascal seine Rechenmaschine Pascaline vor. Er nutzte für seine Maschine die Funktion von Zahnrädern und Sperrklinken. Es darf wenig überraschen, daß es den ersten Rechenmaschinen noch an Präzision und Komfort fehlte. So beherrschten die frühen Rechenmaschinen Addition und Subtraktion. Später folgten Multiplikation und Division. Erst einige elektronische Rechenmaschinen beherrschten die Berechnung der Quadratwurzel.

Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt Henry Mill ein Patent, in welchem er die Funktionsweise einer – uns bekannten – Schreibmaschine beschrieb. Ungewiss bleibt, ob eine solche Maschine damals gefertigt wurde. Ein wesentlicher Antrieb für die Erfindung der Schreibmaschine bestand im Vorhaben Blinden das Schreiben zu ermöglichen. Eine erste funktionierende Schreibmaschine stammt vom Italiener Pellegrino Turri, welche er für die erblindete Gräfin Carolina Fantoni da Fivizzano Anfang des 19. Jahrhunderts fertigte.

 Lochkarten & Spieldosen

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts finden lochkartenähnliche Systeme bei verschiedene automatischen und teilautomatischen Musikinstrumente wie Orgeln, Klavier oder Drehorgel als auch bei automatisierten Webstühlen ihre Verwendung. Diese Systeme bilden eine Weiterentwicklung von Geräten, wo die Steuerung der mechanischen Abläufe durch drehende Stift- / Loch-walzen bzw. -scheiben erfolgte. Diese Form der Speicherung ermöglicht die codierten Daten schnell und kostengünstig zu duplizieren sowie ein neues Programm mit einfachen Mitteln zu erstellen.

Der Genfer Uhrmacher Antoine Favre-Salomon nutzte Ende des 18. Jahrhunderts eine klingende Stahlzunge für die Fertigung einer Musikdose. Aus dieser Erfindung entstanden die Walzenspieldosen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erfand der Leipziger Paul Lochmann die Plattenspieldose. Diese Erfindung gilt als Vorläufer des Grammophones. Die Fertigung von Blechplatten war kostengünstiger als jene von Musikwalzen und bot einen einfachen Austausch des Musikträgers. Mit der einsetzenden Industrialisierung wurden die Plattenspieldosen in Massen hergestellt und waren für nahezu Jeden erschwinglich.

Optik

Die Wurzeln der Optik reichen weit in die Antike zurück. Aus dem 11. Jahrhundert stammt das Buch Schatz der Optik des Arabers Alhazen, in welchem er die vergrößernde Wirkung von Glaskugeln beschreibt. Nach der Übersetzung ins Lateinische – in der Mitte des 13. Jahrhunderts – gelangte dieses Buch in den Besitz zahlreiche Klosterbibliotheken. Die steigende Verwendung der Schrift und das Wissen – daß Glas vergrößert – ließ vermutlich Mönche in einem Kloster den ersten Lesestein aus Bergkristall schleifen. Einige Jahrzehnte später führt die Weiterentwicklung der Lesehilfen zu ersten Lesegläser und Brillen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts nutzten Galileo Galilei und einige Jahre später Kepler Linsen für den Bau ihrer Teleskope. Fast weitere 200 Jahre vergingen bis farbreine und lichtstärkere Objektive zur Verfügung standen. Blickten Galileo Galilei und Kepler in die Ferne, so rückte an anderer Stelle das Unbekannte im Kleinen in den FokusDie Anfänge der Lichtmikroskopie liegen vermutlich in den  Niederlanden. Wie bereits bei den Teleskopen fanden Linsen auch hier eine neue Anwendung. 

Photographie & Film

Der Gebrauch der Camera obscura läßt sich bis in das 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Durch die Projektion einer seitenverkehrt und auf dem Kopf stehenden Abbildung vereinfacht dieses Werkzeug die detaillierte Nachzeichnung von Landschaften oder großen Gegenständen. In frühen Systemen fielen Lichtstrahlen durch ein kleine Öffnung in einen verdunkelten Raum auf eine Fläche. Im 17. Jahrhunderts verhalfen Linsen zu helleren und schärferen Abbildungen sowie der erfundene Ablenkspiegel zu einem handlichen Aufbau.

Die Farbänderung von Substanzen im Sonnenlicht fiel bereits zu Beginn des 18. Jahrhundert auf. In den Jahren 1826 / 27 gelang den Franzosen Niépce und Daguerre nach mehreren Stunden Belichtung die älteste erhaltene Heliographie auf einer beschichteten Kupferplatte. Eine Dekade später führten die Entdeckung weiterer lichtempfindlicher Silbersalze, verbesserte Linsen und erste lichtstarke Objektive zu einer erheblichen Reduzierung der Belichtungszeit.

Das erste Negativ-Verfahren stellte Talbot 1840 vor, welches die beliebige Vervielfältigung von Bildern zuließ. Mit der ersten industriellen Rollfilmkamera – der Kodak Nr. 1 – begann eine Standardisierung und aufkommende Entwicklungsdienst erleichterten die Photographie. Zum Ende des 19. Jahrhunderts vereinfachten Filmstreifen – anfangs auf Papierbasis, später auf Zelluloid – sowie das Einkapseln der Rollfilme die Photographie. Mit der Perforation von Kino- und Kleinbildfilmen etablierte sich ein weiterer Standard. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert lagen die Voraussetzungen für die korrekte Tonwertwiedergabe von Grauwerten und der Farbfotografie vor. Im Jahr 1936 präsentierten Agfa und Kodak den ersten Dreischichten-Farbfilm.

Das Wissen über die Herkunft der Laterna magica versanken im Dunkel der Zeit. Im Buch Die große Kunst von Licht und Schatten des deutschen Jesuiten Athanasius Kircher aus dem Jahre 1671 findet sich eine erste Darstellung einer solchen Laterne. Auf seinen Reisen durch Europa verhalf der Däne Walgenstein der Laterna magica zur Bekanntheit und gilt als ihr Namensgeber.

In den Anfangstagen bestaunten Betrachter projizierte Abbildungen in dunkler Umgebung. Mit verborgenen Laternen vergrößerte sich die Illusion, um im 18. Jahrhundert mit vorgeführten Bilderfolgen – welche den Eindruck von Bewegung erzeugten – eine weitere Steigerung zu erfahren.

Zum Massenmedium entwickelte sich die Laterna magica in Zeiten der Industriellen Revolution. Erschwingliche Laternen und Bilderserien sowie ein sich ausdehnendes Verleihsystem begünstigten diesen Erfolg.

Eine weitere Illusion von Bewegung erzeugt das 1832 entwickelte Lebensrad, welches die Stroboskopische Bewegung für seine Bilderfolge nutzt.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Franzose Louis Le Prince eine Filmkamera und drehte mit ihr 1888 die ersten bewegten Bilder. Entwicklungen in der Photographie ermöglichten die Aufzeichnung von Bewegungen mit 15 Bildern pro Sekunde. Im Rahmen eines Varieté-Programms erlebte ein zahlendes Publikum im Berliner Wintergarten Ende 1895 die Präsentation von neun kurzen Filmen auf einer Leinwand. Einige Tage vor dem Jahreswechsel 1895/96 stellten die Brüder Lumière in Paris ihren 35-mm-Cinématographe vor. Der Erfolg dieses Gerätes resultiert aus der Verbindung von Aufnahme und Wiedergabe sowie dem Kopieren. Anfänglich boten die Brüder ihre Cinématographen zum Verleih und nach 1897 zum Erwerb an.

Zunächst nutzen Schausteller diese Geräte für ein Nebengeschäft. Aus diesem Nebenerwerb entwickelten sich Wanderkinos, welche den Betreibern den Lebensunterhalt sicherten. In den frühen Tagen der bewegten Bilder präsentierten kurze Filme Alltägliches auf der Leinwand. Die Technik selber übte die Faszination auf die Zuschauern aus.

Der französische Theaterbesitzer Georges Méliès begann ab 1896 inszenierte Filme zu phantastischen Themen zu drehen. Rasch erfreuten sich Slapstick-Komödien beim Publikum großer Beliebtheit. Zum Ende der 1920 leitete der Film Der Jazzsänger die Ära des Tonfilms ein. Mit dem Ton bereicherten in den 1930er neue Formate wie Musical, Gangster- und Horrorfilm die Lichtspielhäuser. Bewegte Bilder in Farbe erblickten die Zuschauer bereits mit Anbruch der Filmvorführungen. Ihre Farbe erhielten die Filme mitunter nach der Entwicklung durch Färbungen im Farbbottich, Handcoloration oder Färbung mit einer Schabloniermaschine. Ab den 1930 traten die Farbfilme aufgrund verbesserter Verfahren ihren Siegeszug an und verdrängten zunehmend die Schwarz-Weiß-Filme von der Leinwand.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:

  • Rückblick – Wie konnte dies geschehen? – Dritter Teil
  • Rückblick – Vergangene gesellschaftliche Umbrüche
  • Ausblick – Dystopie
  • Ausblick – Utopie
  • Fazit

Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe:


Vom Menschen zur KI – XI – Erster Teil

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Rückblick – Wie konnte dies geschehen? – Erster Teil

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Johann Wolfgang von Goethe

Noch verbirgt sich der Ursprung dieser Kraft – welche das Böse will und stets das Gute schafft – unter den aufgetürmten Schichten einer uns präsentierten Geschichte. Diese Wurzeln könnten im vatikanischen Rom, dem alten Ägypten, dem alten Babylon oder ferneren Zeiten liegen. Vor der einsetzenden Dominanz unserer Gesellschaft bestanden Hochkulturen im afrikanischen, amerikanischen und asiatischen Raum, welche zum Teil – wie die chinesische und indische – bis in unsere Tage bestehen. Alle Hochkulturen sehen sich vor vergleichbare Herausforderungen in Fragen der Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und weiteren Gütern sowie der Errichtung einer notwendigen Infrastruktur für Produktion, Transport, Handel, Kultur, Bildung sowie Gesundheit gestellt. Ein weiterer entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Bewältigung der auftretenden Herausforderungen bildet der Aufbau und das Wirken einer organisatorischen Struktur.

Der Trieb – sich die Welt zu unterwerfen – stellt einen fundamentalen Gegenentwurf zwischen vergangenen und unserer Kultur dar und manifestiert sich in einem bedingungslosen Expansionsstreben, welches alles Andere verschlingt und vernichtet. Mit diesem divergenten gesellschaftlichen Ansatz erklären sich Unterschiede zwischen dem vatikanischen Modell und dem des alten chinesischen Reiches. Im alten China betrachtete sich der Kaiser als Diener seines Volkes und wählte unter diesem Gesichtspunkt seine Beamte aufgrund ihrer Kompetenz und Loyalität. Sein Ziel bestand in der Gewährleistung eines funktionierenden Systems. Im Kleinen, wie im Großen. In vatikanisch geprägten Gesellschaften dienen die Bewohner den Herrschenden. Diese Herrschenden dienen wiederum ihnen übergeordnete Kreise. Eine wichtige Säule dieser vatikanischen Herrschaftsform bilden die Hilfsmittel Furcht und Schuld. In vergangenen Zeiten presste die vatikanische Kirche die Menschen mit diesen Hilfsmitteln erfolgreich in ein Korsett aus Gehorsam, Kontrolle und Abhängigkeit.

In unseren Tagen dient die Konstruktion und mediale Verbreitung neuer Glaubensmuster wie dem menschenverursachten Klimawandel, Ressourcenknappheit oder die Furcht vor Epidemien diesem Ziel. Mit den Instrumenten Schuld und Furcht bietet das vatikanische Modell den Herrschenden die Grundlage zur Erhebung und Forderung von Abgaben und Steuern, um ihre eigenen Ziele zu verwirklichen. Durch die über die Zeit immer weiter angestiegene Höhe der entzogenen Leistungen entsteht bei den Fleißigen der Druck die Produktivität zu erhöhen, um selber eine Verbesserung zu erreichen oder zumindest ihren Stand zu halten. Bisher bleibt unklar was diese vatikanisch geprägte Herrschsucht auslöste. Verschiedene Ansätze bemühen sich um eine Erklärung. So könnte ein (apokalyptisches) Ereignis in weit zurückliegenden Zeiten, welches ein kollektives Trauma – womöglich für Bewohner ganzer Regionen – hervorrief, diese Herrschsucht erklären.

Diese vorangestellten Gedanken zeigen den Rahmen, in welchem eine Entwicklung einzusetzen vermochte, welche uns von einer Agra-Gesellschaft zur Verstädterung, dann in die Industrialisierung und später in die Digitalisierung führte. Die beginnende Loginisierung stellt die Fortsetzung dieses Weges dar. Dieser unbändige Wille zur Herrschaft und Macht einer kleinen Gruppe erforderte von dieser Gruppe stets das Aufgreifen verschiedenster Entdeckungen, Erfindungen und Entwicklungen und prägte sowie trieb die vatikanisch-westliche Gesellschaft voran.

Die zwölf folgenden Abschnitte skizzieren Schritte auf Gebieten, welche uns den Weg in das Hier und Heute ebneten. Viele bekannte und zahllose unbekannte sowie in Vergessenheit geratene Menschen leisteten auf diesen Etappen ihren Beitrag. Sie suchten nach Antworten auf Herausforderungen, entwickelten Lösungen und verbesserten ihr Vorgehen. Sie übergaben ihr Wissen an die folgenden Generationen, welche das Überreichte aufgriff, um es mit ihrem Verständnis neu zu interpretieren und zu nutzen. Heute liegt es an uns, wie wir die gebotenen Möglichkeiten ergreifen und was wir daraus entstehen lassen.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:


Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe:


Vom Menschen zur KI – X

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Auswirkungen – Perspektiven

In den letzten Jahrzehnten veränderte sich unser Alltag umfassend. Vieles Neue, welches wir aus Märchen unserer Kindertage kennen – wie den Zauberspiegel – eröffnete uns ein riesiges Repertoire. Parallel fanden immer wieder heftige Auseinandersetzungen über die Nutzung dieser Hilfsmittel statt. Zum Teil mit enormen Sanktionen – wie Haftstrafen – für manche Beteiligten. Ein Ende dieses Streitens und Ringens – um die Form der Nutzung – zeichnet sich bisher nicht ab. Loginen und Logimaten bieten ein umfassendes Potential für einen gesellschaftlichen Wandel. Manche mögen hierbei von Revolution – in Erinnerung an die industrielle Revolution – sprechen. Die gegenwärtig stattfindenden Veränderungen besitzen ein weitaus größeres Potential. Das Potential einer fundamentalen gesellschaftlichen Weiterentwicklung: einer Evolution.

In den Bereichen Logistik & Transport & Handel sowie der Produktion bestimmt diese Entwicklung zunehmend den Arbeitsalltag. Beherrschte genwärtig die angebotsorientierte Produktion unsere Wirtschaft, so bieten diese Inovationen das Fundament für eine nachfrageorientierte Ökonomie. In zahlreichen Werken transportieren Loginen Bauteile aus dem Lager zur Fertigung. In Krankenhäusern befördern Loginen das Essen im Haus zwischen der Annahme und Station. Erste Pilot-Projekte zu autonom fahrenden Bussen laufen in Deutschland an. Bisher noch mit menschlicher Begleitung und einem Stop-Knopf. Bei erfolgreicher Pilotierung gehört diese Begleitung sicher zeitnah zur Vergangenheit. Wann im urbanen Raum oder auf Schnellstraßen autonome Fahrzeuge verkehren läßt sich noch nicht datieren. In weiter Ferne scheint dieser Zeitpunkt nicht zu liegen. Die mit diesem Wandel ausgelöste Welle dürfte die meisten Mitarbeiter der Transport-Branche kalt und unvorbereitet überrollen. Brummi- und Taxi-Fahrer, Mitarbeiter von Lieferdiensten sowie des ÖPNV dürfen dann feststellen, daß ihre Fähigkeiten nur noch bei speziellen Aufgabenstellungen – wie dem Schwerlasttransport oder VIP-Beförderung – auf Nachfrage stoßen. Bieten die Betreiber von autonomen Fahrzeugen – wie PKWs – die Nutzung zu annehmbaren Preisen an, dürften die Betreiber von Parkhäusern in Innenstädten sich gezwungen sehen über neue Geschäftskonzepte nachzusinnen. Abstellorte für PKWs entwickeln sich zu einem Relikt vergangener Zeiten. Umsichtigen Stadtkämmerern bereiten solche Aussichten ebenso Sorge. Die Einnahmen aus Parkautomaten und vergebenen Knöllchen beginnen zu versiegen und neue Quellen bedürfen der Erschließung. Anstelle endloser Parkstreifen am Straßenrand reichen für autonome Fahrzeuge zukünftig Haltebereiche. Ein solches Szenario bietet den Verkehrsplanern in Städten das Potenzial den bisherigen Parkstreifen für Rad- und Scooter-Fahrer zu erschließen.

Neben dem einschneidenen Nachteil des Arbeitsplatzverlustes für zahlreicher Menschen und versiegenden Einnahmequellen für Städte bietet dieser Wandel für die Gesellschaft, Unternehmen sowie den Menschen erkennbare Vorteile. Neben der ausbleibenden Parkplatzsuche in Städten sowie der Vergangenheit angehörenden ärgerlichen Knöllchen besteht die Aussicht einer Kostenersparnis durch Wegfall von Versicherung, Steuer und Unterhalt eines Fahrzeuges. Wer keinen PKW über den Tag mehrmals in der Woche benötigt, darf nachrechnen. Als weiterer Vorteil zeichnet sich eine 24 Stunden Zustellung an 7 Tagen der Woche zur Wunschzeit ab. Loginen verrichten zu jeder Zeit ihre Tätigkeit, ob 11 Uhr Vormittages oder 3 Uhr Nachts. Für Menschen, welche kein Fahrzeug steuern dürfen oder können – wie Kinder, Kranke oder Betagte – erhöht sich der Aktionsradius und die Selbstständigkeit. Gleichfalls entlastet diese neue Möglichkeit ihr Umfeld durch den Wegfall von Fahrdiensten. Zudem eröffnet der Wegfall zahlreicher Arbeitsplätze der Gesellschaft und den einzelnen Menschen eine ungeahnte Vielzahl an Optionen sich mit ihren Fähigkeiten und Interessen sinnvoll einzubringen und somit ein erfülltes und zufriedenes Leben zu führen.

Reicht heute die Reservierung eines Tisches im Restaurant, um dann aus einer langen Liste an Gerichten zu wählen, kann künftig die Menü-Auswahl mit der Reservierung einher gehen. Ebenso kann ein solcher Wandel frische Erzeugnisse im Handel – wie Backwaren oder Gemüse – betreffen. Kunden dürfen frische Backwaren per App oder Webseite beim Bäcker bestellen. Für spontane Käufe bleibt aufgebackene Tiefkühlware. Damit entfällt das Beimengen der unverkauften Brote des Vortages zum Teig, um Kosten zu reduzieren. Ein solcher Wandel bei schnell verderblichen Lebensmitteln reduziert eine Produktion für den Müll. Gleichfalls steigt die Qualität und wer krumme Gurken mag kann diese erwerben. Die Kette setzt sich fort. Bieten die Läden schnell Verderbliches auf Bestellung an, reduziert sich der Transportverkehr. Das überbordene Anliefern entfällt, um es anschließend für die Entsorgung abzuholen.

Die Möglichkeiten der Logistik bieten dem Handel und Verkauf die Chance völlig neue Konzepte zu realisieren und sich somit neu zu erfinden. Anstelle von endlosen Regalen – welche Käufer leeren, damit Mitarbeiter diese im Akkord wieder befüllen – betreten Kunden Ausstellungsräume oder nutzen Online-Shops. Verkäufer präsentieren in den Showrooms Interessenten Produkte und deren Möglichkeiten. Statt dem Einkaufswagen dient ein Smart Device als Begleiter, um die zu kaufenden Produkte auf die Liste zu setzen. Mit dem Abschluß der Einkaufsliste im Ausstellungsraum oder Online-Shop beginnt im automatisierten Warenlager die Entnahme der Artikel aus den Regalen und das Zusammenstellen. In der Ausgabe erhält der Kunde seine Artikel zur Prüfung und Mitnahme nach erfolgter Bezahlung. Öffnungszeiten für die Abholung gehören der Vergangenheit an. Es gilt 24 Stunden 7 Tage die Woche. Rein technisch ließe sich das so eben Beschriebene längst realisieren. Bleibt die Frage, warum große (Warenhaus-)Ketten bisher keinen ersten Schritt in diese Richtung gehen. Neben den Filialen betreiben sie einen Online-Shop und ermöglichen es den Interessenten nicht, sich Produkte in eine Filiale zu bestellen, um diese bei gefallen zu erwerben. Unternehmen mit technischen Sortiment bzw. Artikeln aus der Kommunikationselektronik praktizieren dies seit Jahren. Ebenso weist die Internetpräsenz eines Möbelhauses mit skandinavischen Wurzeln die Anzahl der vorrätigen Artikel in einer Filiale aus.

Treiben die bisher geschilderten Entwicklungen Unternehmen bzw. finanzstarke Kreise voran, so zeigt die Vergangenheit, das Einzelne und erst recht Gruppen von einfachen Menschen angestrebte Ziele zu erreichen vermögen. Die Erschaffung einer Logine stellt kein Hexenwerk dar. Ein Einzelner kann die grundlegende Programmierung realisieren. Für die Befüllung der Logine mit den notwendigen Daten bedarf es Vieler. Wikipedia oder Stokfoto-Portale sowie Blogs legen Zeugnis ab, wie durch Sachwarmintelligenz diese und ähnliche Vorhaben Unterstützung finden und sich weiter entwickeln. Manche Vorhaben stecken noch in den Kinderschuhen. Plattformen – wie Facebook – sagten Einige bereits mehrfach den Gang in die Bedeutungslosigkeit voraus. Andere Portale stellten ihren Dienst ein und hinterließen uns ihre Erfahrungen.

… und warum soll es zukünftig keine Logine geben, welche die Bürger bei den Anträgen an die staatlichen Einrichtungen umfassend mit Kommentaren und Videos unterstützt? Wieso jammern Verbände oder Mitglieder – wie aus dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband über die Reise- und Übernachtungs-Portale im Internet – anstelle selber eine Logine für ihre Mitglieder auf die Beine zu stellen? Apps zu den Benzin-Preisen an den Tankstellen führten es vor. Meldeten Anfangs Kunden und Unterstützer dieser Apps die Preise, so übermitteln heute die Tankwarte die Preise an eine Zentrale. Die Apps greifen per Schnittstelle auf diese Daten zu. Die Einführung eines Gesetzes verpflichtete die Tankwarte und Konzerne zu dieser Übermittlung. Ob es ohne die ersten Tankstellen-Apps ein solches Gesetzt gäbe bleibt ein Geheimnis. Jeglicher Einfluß abzustreiten dürfte sich als ungerechtfertigt herausstellen.

Hier und heute stehen uns eine Vielzahl an Werkzeugen zur freien Verfügung, welche geradezu auf das Ergreifen warten. Angefangen bei den vom W3C standartisierten Sprachen – wie HTML oder SVG –  bis hin zu zahlreichen OpenSource Projekten – wie Linux, PHP oder Wiki. Unzählige Portale und Plattformen bauen auf diese Grundlagen auf – wie wikipedia, youtube oder Facebook. Andere Dienste – wie Messanger oder Discord – bieten uns einen Austausch in Echtzeit. All dies eröffnet Jedem von uns einen riesigen Wissens- und Erfahrungsschatz. Zu sagen – alles Wissen ließe sich im Netz finden – trifft nicht zu. Bisher wächst der Wissens- und Erfahrungsschatz mit jedem Tag wie ein wilder ungeordneter Haufen. Für kreative Geister bietet dieser Schatz bereits einen riesigen Fundus an Gedanken und Inspirationen. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit läßt erwarten, daß mit zunehmender Zeit sich in diesem riesigen Haufen Strukturen bilden, um hilfreiche und zeitlose Informationen schneller und zielgerichteter aufzufinden.

Hinzu gesellet sich die gerade in die Breite gehende Entwicklungen des 3D-Drucks. Nicht immer dient ein Kunststoff als Material. Kreative Köche und Konditoren wissen diese Möglichkeit inzwischen zu schätzen. Ebenso Architekten und Bauherren, welche Betonwände mit dieser Technik drucken. Ebenso beginnt die VR-Technik sich auszubreiten. Neben den Virtuellen Welten zeichnen sich die Vorteile der erweiterten Realität bereits ab. Museen & Ausstellungen sowie touristische Hotspots – wie historische Städte – laden zunehmend Besucher zur selbstständigen Entdeckung mit SmartDevice ein. Im Arbeitsleben findet die Technik der erweiterten Realität längst ihren Einsatz bei der Wartung von Anlagen und Maschinen sowie in der Forschung und Planung. Von den beim Militär seit langem genutzten Helmen für Kampfflieger – wie den MiG-Piloten – ganz zu schweigen. Nach den biegsamen Displays von smarten Telefonen und Tablets dürfte als folgende Killer-Applikation die 3D-Hologramm-Technik für Displays – wenn bisher nur in Labors und Forschungeseinrichtungen anzutreffen – ihren Einzug halten. Jeder darf gespannt erwarten, wie mit dieser Technik ein Fußballspiel oder gar eine Naturreportage sich dem Betrachter präsentiert.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:


Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe:


Vom Menschen zur KI – IX

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Auswirkungen – Risiken & Nebenwirkungen

Wie bei allen Neuerungen sammeln Menschen mit dem Einzug der Loginisierung ihre Erfahrungen. Erlebtes und Wiederfahrendes bietet einen Fundus, um diesen neuen Herausfoderungen nicht völlig unbedarft zu begegnen. Manches überrascht(e) auf den ersten Schritten, enthüllt Risiken und Nebenwirkungen auf den Weg in diese neue Welt.

Mit den Loginen manifestiert sich ein digitales Gedächtnis. Beschränkten sich digitale Erinnerungen früher auf privaten Speicher – anfangs mit notorischen Platzmangel auf Disketten – so löscht heute Niemand mehr Daten. Fehlt es einmal an Speicher, wird dieser um einen kompakteren Datenträger mit größerer Kapazität ergänzt. Unternehmen wie Alphabet Inc. handeln so schon lange. Mittels Loginen – dem Zusammenspiel von Algorithmen und Datenbanken –  lassen sich diese Datenbestände erstellen, pflegen und auswerten. Es entsteht ein Gedächtnis, in dem alles digitalisierbare jederzeit auf Abruf steht. Dieses mächtige Hilfsmittel gestattet allgemeine sowie Rückschlüsse zu einem Einzelnen. Noch lassen sich die zukünftigen Auswirkungen der interdisziplinaren Zusammenarbeit aus den Geisteswissenschaften rund um dieses Hilfsmittel – der Logine –  nicht abschätzen. Der Antrieb über einen Einzelnen genauere Aussagen zu treffen, als er über sich selber beflügelt diese Entwicklung. Das solche digitale Abbildung dabei einem – besseren oder schlechteren – Model entspricht gerät häufig aus den Fokus.

Erste Rückkopplungen kommen bereits zum Vorschein. So können Online-Shops den Interessenten unterschiedliche Preise anbieten. Der Unterschied liegt hier nicht beim Produkt oder der Dienstleistung, sondern resultiert aus dem Standort des Interessenten. Für Regionen mit geringerer Kaufkraft gelten geringere Preise als in Gegenden wie Hamburg-Blankenese. Ähnliches läßt sich bei Suchportalen wie google beobachten. Die selbe Suchanfrage von zwei unterschiedlichen Nutzer zeigt zwei divergente Ergebnislisten an, weil vom Nutzer gesammelte Daten in die Gewichtung der Resultate einfließen. Über den Sinn und Nutzen dieses Vorgehens läßt sich streiten. Völlig aus den Blick sollte es bei der Nutzung von Suchmaschienen nicht geraten.

Auch Versicherungen bemühen sich das bietende Potential zu nutzen. So lassen sich inzwischen günstigere KfZ-Policen – mit dem Einbau eines Trackers im Fahrzeug – abschließen. Laut der Gesellschaft dient dieser digitale protokolierende Begleiter dazu diverse Daten über einen gewissen Zeitraum vor einem Unfall zu speichern. Ob es auf Dauer dabei bleibt oder eine künftige Änderung in den AGBs einen umfassenderen Einblick in die geammelten Daten – wie den gefahrenen Jahres-Kilometern – ermöglicht bleibt bisher ein strategisches Geheimnis solcher Anbieter. Die Verbreitung von Fitness Armbändern brachte Krankenkassen auf den Gedanken ihren Mitgliedern Beträge zu erlassen, wenn für dieses Programm registrierte Mitglieder körperliche Aktivitäten in einem festgelegten Umfang erreichen.

In den Vereinigten Staaten greifen solche Rückkopplungen bereits umfassender. Generell ist es ratsam die Regeln im Straßenverkehr zu befolgen. Für Nutzer von Mietwagen empfielt sich dies besonders, da einige Vermieter die Tracker ihrer Fahrzeuge auf Geschwindigkeitsverstöße auswerten und diese Vergehen bei der Polizei zur Anzeige bringen. Ein falscher Freundeskreis bei einem Socialmedia-Portal wie Facebook kann zur Ablehnung eines Kredites bei US-Banken führen, welche diese Daten zur Berechnung der Kreditwürdigkeit mit einbeziehen.

Diese unvollständige Aufzählung von möglichen Rückkopplungen bietet einen kleinen Vorgeschmack auf zukünftige Entwicklungen. Ob und welche dieser Entwicklungen sich durchsetzen hängt von der Akzeptanz in der Gesellschaft und der damit bestehenden Marktmacht des Unternehmens ab.

Lichtscheue Menschen verstanden es schon immer ihr Ziel mit dem geringsten Aufwand zu erreichen. Mit der Loginisierung bieten sich ihnen neue Möglichkeiten. Gehörte in früheren Tagen das Ausspähen und etwas Glück zum Handwerk von Einbrechern, so erleichtern Unbedarfte heute dieser Zunft ihr Werk. Auf Socialmedia-Portalen für Jederman präsentierte Fotos und Videos des eigenen Domizils sowie der Hinweis vom Urlaub in der Ferne laden förmlich zum Raub ein. Die dezente und unbedachte Präsentation des vor Ort Befindlichen auf dem Bildmaterial erleichtert die Entscheidung für einen Raubzug sowie dessen Planung. Um die Planung abzurunden bieten sich Google Dienste wie Maps oder StreetView an und schon kann das unter Strafe stehende Vorhaben starten.

Neben dem Einblick aus der sicheren Ferne bieten vor Ort genutzte W-Lan Geräte mitunter ungewollte Möglichkeiten. Ein ungesichertes Gerät mit einer unverschlüsselten Übertragung gewährt Dritten Zugriff und Einblick in das gesamte W-Lan Netz mit seinen weiteren Geräten. Dabei ist es unerheblich, ob sich die Schwachstelle im Spielzeug der Kinder, der Gebäude- oder Sicherheitstechnik verbirgt. So erfolgt im schlimmsten Fall über das unsichere Spielzeug der Kinder der Zugriff auf die gesicherte Gebäudetechnik. Mangels äußerer Einbruchsspuren stehen die Betroffenen anschließend hilflos vor ihrer Versicherung und bleiben auf ihrem Schaden sitzen.

In Zeiten von Automatisierung und Digitalisierung läßt sich ein Online-Shop mit geringem Aufwand erstellen. Eine eigene Web-Adresse stellt heute durch Amazon, eBay und anderer Portale kein muß mehr dar. Mit klarem Verstand sollte Jedem bewußt sein, daß Verkäufer an Niemand etwas verschenken. Klingt ein Angebot zu gut um wahr zu sein, wie kann es wahr sein? Leider fraß Gier schon immer Hirn. Statt Produkte und Dienstleitungen an Interessenten zu bringen nutzen Einige diese Möglichkeiten um ihre Kunden zu verkaufen und darüber ihren Lebensunterhalt auf einfache Art zu sichern. Mit Formen der Verschleierung versuchen sie Unsichbarkeit zu erlangen und sich einem Zugriff sowie der Verantwortung zu entziehen.

Bereits angeprochen wurde die Technikgläubigkeit. In gewisser Weise spielt diese in den Aspekt von Fake Shops & Angeboten mit rein. Die Gefahr, daß Menschen sich von einer Logine blenden lassen steigt mit dem verbreiteten Einsatz. Sei es beim Thema der Sicherheit oder bei der Wartung von Anlagen und Maschinen. Vor kurzem beschloss der Deutsche Wetterdienst die manuelle durch eine technische Messung abzulösen. Welche Folgen diese Entscheidung nach sich zieht bleibt abzuwarten. Kritiker befürchten eine steigene Ungenauigkeit der Messungen bei bestimmten Wetterkonstellationen und starken Niederschlägen für einigen Regionen. Aus dieser Meßungenauigkeit kann die Vorhersage von Überschwemmungen – wie in der Winterzeit – für die Anwohner von Flüssen mit einer größeren Ungenauigkeit behaftet sein sowie den daraus resultierenden Folgen.

Wirtschaftlichkeit bildet für jeden Kaufmann die Grundlage seines Handelns. Inwiefern das heutige maßlose Profitstreben einiger Akteure aus der Wirtschaft mit diesem kaufmänischen Grundsatz noch im Einklang steht darf Jeder selber beurteilen. Durch den Einzug und der enormen Verbreitung von neuen technischen Geräten in der Bevölkerung entdeckten Unternehmen ein neues Potential der Kostenersparnis. Mit der passenden App stellt jedes Mobile Device eine Schnittstelle in den Arbeitsfluß eines Unternehmens her. Diese Ersparnis auf Unternehmensseite gestalltet sich häufig als Kostenabwälzung zu Lasten von Mitarbeitern und Kunden. Die Verfügbarkeit des Mobile Device setzten Unternehmen dabei voraus. Für Kunden bedeutet eine solche Strategie zudem oft einen entmenschlichten Service, mit den – häufig für Ältere – sich ergebenden Hürden. Von einem Ausbau dieser Entwicklung ist unter dem gegenwärtigen Dogma der maßlosen Profitmaximierung auszugehen. Das diese Unternehmen einen Teil ihrer Kostenersparnis an ihre Mitarbeiter oder Kunden weitergeben ist nicht bekannt. Vielmehr dürfen sich die Kunden freuen, daß die Preise vorerst weniger steigen und die Mitarbeiter darüber, daß ihre Löhne weniger unter Druck stehen.

Die zunehmende Informationsflut zeichnet sich als weiterer Nebenefekt dieser beginnenden Epoche ab. Neben dem immer noch vorhandenen Spam Stapel im digitalen Postfach dehnt sich diese Flut über Socialmedia- und Video-Portale aus. Die erkenntliche und getarnte Werbung leistet ihr übriges. Die Herusforderung, daß für den Zeitpunkt relevante vom Unnützen zu unterscheiden, gewinnt an Gewicht. Zumal die uferlose Masse an Informationsangeboten es erschwert die Perlen im dreckigen Haufen zu finden.

Die fehlende und ungenügende Rechtssicherheit stellt ein weiteres Risiko dar. In der nahen Vergangenheit nutzten beispielsweise windige Winkeladvokaten unbedarfte Handlungen für Abmahnwellen aus. Hierbei schockierten sie die Abgemahnten mit überzogenen Forderungen und errichteten Drohkulissen. Leider folgten Gerichte – aus Unwissenheit oder Gleichgültigkeit – diesen aufgebauschten fiktiven Schilderungen der abmahnenden Seite und trugen so zur Verunsicherung in der Gesellschaft bei.

Letzten Endes stellen die vorhandene Infrastruktur und die genutzte Technik kein zu unterschätzendes Risiko dar. Der immense Bedarf an Ressourcen erreicht früher oder später seinen kritischen Punkt. Bleiben Antworten auf Herausforderungen – wie Langlebigkeit und Wiederverwertung der technischen Geräte – aus, stößt diese Entwicklung an ihre Grenzen. Eine weitere Barriere stellt momentan die Energiegewinnung dar. Sicher existieren bereits hinter verschlossenen Türen und abgeschirmten Labors – für die breite Masse an Zauberei grenzende – Konzepte und Apperaturen. Bisher zeichnet sich ein Durchbruch für diese neuen Formen der Energiegewinnung noch nicht ab. Die bestehende Zentralisierung der Energie- und Datennetze sowie der Loginen reduziert das Risikopotenzial ebensowenig. Die dezentrale Struktur des Internets trug mit zu seinem Erfolg bei. Zentralisierte Systeme ohne eine Redundanz stellen ein Risiko dar und gemäß Murphy’s Law Geht eines Tages alles schief, was schief gehen kann.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:


Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe:


Vom Menschen zur KI – VIII

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Auswirkungen – Gesellschaft

Gesellschaften gleichen lebenden Organismen. Geformt aus kleineren Einheiten entwickeln sie spezifische Struckturen. Unter günstigen Umständen wächst eine Gemeinschaft. Hindernisse hemmen. Bleibt die Überwindung aus entsteht Stagnation und im schlimmsten Fall droht der gesellschaftliche Niedergang. Meistert eine Gesellschaft ihre Herausforderungen geht sie gestärkt hervor, wird daraus lernen und letztlich reifen.

In unseren Tagen steht unsere Gemeinschaft einer Vielzahl an enormen Herausforderungen gegenüber. Die mit der Loginisierung einher gehenden Veränderungen wirken tief in andere Bereiche und ziehen positive wie negative Folgen nach. Noch zeichnet sich nicht ab, ob es einer kleinen Minderheit gelingt den Großteil der Gesellschaft diesen negativen Folgen auszusetzen oder ob sich die positiven Folgen allen Teilen der Gesellschaft eröffnen.

In der Arbeitswelt manifestiert sich der Wandel bereits. Im vorherigen Teil Staat und Bürger klang an, daß Loginen und Logimaten in Algorithmen abbildbare Tätigkeiten zunehmend ausführen. Neben Journalisten des Print- und Online-Bereiches sowie Mitarbeitern in CallCentern betrifft dieser Wandel unter anderem den Einzelhandel, die Logistik und zahlreiche dispositive Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen. Noch beschränkt sich der Einsatz von Logimaten auf Bereiche ohne direkten menschlichen Kontakt. Ob und in welcher Form Logimate in Bereiche – wie der menschlichen Pflege – Einzug halten bedarf eines gesellschaftlichen Diskurses und Konsenzes. Ein mögliches Wann liegt nicht mehr hinter dem fernen Horizont verborgen.

Mit den SmartDevices entstanden leistungsfähige mobile Schnittstellen zu Loginen. Dienten in jüngeren Tagen SmartPhones als Accessoires von Führungskräften, so bindet – seit der massenhaften Verbreitung – die Wirtschaft diese Geräte ein, um mit diesen mobilen Passagen Synergien zu erzeugen. Apps lös(t)en Stempelkarte und -automat ab. Für zahlreiche Arbeitgeber gehört der mehrfache tägliche Blick auf Dienstpläne und die notwendigen Absprachen zur geforderten Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiter.

Das Potential dieser Synergien erkannten Banken und der ÖPNV schon vor Jahren. Bot das Online-Banking der Geldhäuser zu Beginn eine Service-Ergänzung, bildet es heute häufig den Standart für die Masse der Kunden. Selbstverständliche Leistungen der nahen Vergangenheit bieten die Institute gegen Aufpreis – wenn überhaupt – an. In der gleichen Spur fährt die Bahn. Tickets lassen sich über ein Portal buchen und sind vom Kunden zu drucken oder auf einem SmartDevice mitzuführen. In Städten und Ballungsräumen bieten Apps eine Alternative zum Kauf von ÖPNV-Tickets am Automaten und Schalter. Ob in zehn Jahren diese Wahl noch besteht bleibt ungewiss.

In Ballungsräumen, Städten und Regionen mit ausgebauten Datennetzen steht den Menschen ein Wechsel zu den internet-basierten Alternativen offen und häufig führt an ihnen schon kein Weg mehr vorbei. Die von Streaming-Diensten abgelösten Videotheken verschwanden hier längst aus dem Straßenbild. Den verbliebenen Reisebüros weht von den Reise- und Urlaubsportalen aus dem Web ein heftiger Wind entgegen. Den Büros bleibt die Wahl eine Nische zu finden oder ihre Flächen für andere Konzepte und Ideen zu räumen. Wie lange Einzelhändler Massenware mit dem SB-Konzept noch feil bieten bleibt abzuwarten. Sicher prägen auch zukünftig Geschäfte und Märkte Straßen und Plätze. In die Breite gehende neuartige Fertigungsverfahren und der Wandel in der Logistik manifestieren sich und ersetzt bestehende Konzepte. In welcher Form zukünftig Pizza und andere Speisen zum Hungrigen gelangen darf der Interessierte verfolgen. Den Fahrten mit dem Rad, Moped oder Auto droht in nicht allzu ferner Zeit die Ablösung durch andere Transportformen.

Weite Alltagsbereiche stehen zunehmend vor der Loginisierung, d.h. vor der Einbindung in loginisierte Prozesse. Kühlschrank, Kaffeeautomat, Waschmaschine oder Auto erhalten vom Hersteller eine Datenschnittstelle mit dazugehöriger App. Fehlt einmal die Schnittstelle läßt sie sich nachrüsten, um Heizung oder Beleuchtung in eine smarte Komponente zu verwandeln. Fehlt vor Ort ein potenter Anschluß an das Datennetz, fühlen sich die Betroffenden nicht nur abgehängt – sie sind es zunehmend auch. Dabei ist es unerheblich, ob Netzbetreiber diesen Ausbau aus wirtschaftlichen Gründen verweigern oder einem Interessenten wegen Geldschulden den Anschluß nicht gewähren. Aufgrund der Loginisierung gestalltet sich der Alltag für Betroffende mühsam und Zahlreiches gerät außerhalb der Reichweite. Ein wiederkehrendes Desaster beginnt das Leben zu dominieren.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:


Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe:


Vom Menschen zur KI – VII

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Auswirkungen – Staat und Bürger

Herrschaft gründet sich schon immer auf Macht. Wobei sich die Legitimierung von etablierten Systemen unterscheidet. Bietet mal ein Glaube das Fundament, kann anderswo physische sowie psychische Gewalt oder ein errichtetes Abhängigkeitsverhältnis die Basis stellen. Die kompfortable Lage der Herren resultiert, neben der Legitimation ihrer Macht, aus Informationen und Stimmungen über ihre Knechte. Waren in fernen Zeiten eine Vielzahl an Ohren und Augen notwendig, so bietet die beginnende Loginisierung weit kompfortablere und umfassendere Möglichkeiten.

Bereits Johann Wolfgang von Goethe schrieb

(Ich bin) Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Faust I, Vers 1336 / Mephistopheles

und Oscar Wilde formulierte

Am Ende wird alles gut,
und wenn es noch nicht gut ist,
dann ist es noch nicht das Ende.

Diese Worte spiegeln wieder, daß noch lange nicht aller Tage Abend ist und selbst die finstersten Wolken nicht für alle Zeiten am Firmanent verharren, sondern gleißende Sonnenstrahlen jederzeit durchzubrechen vermag.

In den vergangenden Jahren beschlossen die parlamentarischen Vertreter in zahlreichen Ländern eine Vielzahl an Gesetzen, welche die staatlichen Befugnisse gegenüber ihren Bürgern ausweiten. Mit dem Verweis auf die Sicherheit und der Thematisierung schlimmster Straftaten begründeten Vertreter aus Politik und Medien dieses Vorgehen. Das diese Gesetzte die Sicherheit für die Bürger erhöhen und (potentielle) Straftäter von ihrem Vorhaben abhalten zweifeln inzwischen immer Mehr an. Die technischen Entwicklungen der zurückliegenden Jahrzehnte ermöglichen dieses staatlichen Vorgehen. Hierbei nutzen staatliche Institutionen die von privaten Unternehmen zu kommerziellen Zwecken errichtete Infrastruktur.

Für IT-ler ist es ein offenes Geheimnis, daß Software großer amerikanischer Häuser zahlreiche Hintertüren für die  verschwiegenden US-Dienste implementiert. Mit vergleichbaren staatlichen Vorgaben sehen sich deutsche Unternehmen ebenfalls konfrontiert. Neben Software-Anbietern betreffen solchen Vorschriften Kommunikations- und verschiedenste Internetanbieter sowie Hardware-Hersteller.

Das Auftreten von Sicherheitslücken in Soft- und Hardware resultiert aus diesen staatlichen Vorgaben. Für Manche stellt das Aufspüren solcher Lücken ein Hobby dar. Für Andere die Lebensgrundlage, in dem sie ihre Kenntnisse meistbietent offerieren. Mag sich Jeder seine Gedanken machen welche Interessenten willens und bereit sind für diese Kenntnisse über Sicherheitslücken einen Stapel Geld zu entrichten.

Diese gesetzlich verordneten Schnittstellen gestatten – mit überschaubaren Aufwand – ein Stimmungsbild der Bevölkerung aus der Kommunikation per Telefon und Internet – wie Web, eMail, Messaging –  abzubilden. Mit diesem Bild lassen sich im entstehen begriffene krittische Massen identifizieren sowie auf diese Einfluß ausüben. In den Weiten des Internets platzierte Nischen bieten Unzufriedenen und kritischen Geistern einen kontollierten freien Raum. Diese vorborgenen Biotope dienen der Beschäftigung sowie dem Energieabbau und der Befriedigung der Nörgler, um sie letztlich von einem konstruktiven Handeln abzuhalten.

Neben all den destruktiven Möglichkeiten, welche die Interessen von Herrschenden bedienen, bietet die Loginisierung ein riesiges konstruktives Reservoir. Sinnvolle und nutzbringende Absichten keimen in zahlreichen verschiedenen Bereichen und warten darauf ihr Potential zu entfalten. Wie in der Natur die Keime von Pflanzen sich ihren Weg mit einer gewaltigen Kraftanstrengung bahnen müssen, stehen den konstruktiven Vorhaben im Bereich der Loginisierung enorme Herausforderungen bevor. Behörden – einmal errichtet – besitzen die Eigenart in den Wildwuchs überzugehen. In recht kurzer Zeit steigt in diesen Einrichtungen der Anteil des Selbstzweckes, um ihr weiteres Bestehen zu legitimieren und somit den dort an den Stühlen Klebenden ihr Pöstchen und ihre gesellschaftliche Allimentierung zu sichern.

So verwundert es nicht, daß sich für die Bürger die Vorteile der Loginisierung im staatlichen Bereich nicht erschließen. Vorhaben wie die digitale Gesundheitsakte stoßen auf Mißtrauen und Vorbehalte, da sich eine weitere Entmündigung des Bürgers abzeichnet und dieses System der Bevölkerung ohne Diskussion und einen gesellschaftlichen Konsenz aufgezwungen werden soll.

Dabei bieten Loginen gerade in der Verwaltung enorme Möglichkeiten der Unterstützung. Wer schon einmal einen Stundenplan für eine Schule erstellen durfte weiß, welcher Aufwand mit Zettel und Stift nötig ist um an das Ziel zugelangen. Neben den Fächervorgaben für die unterschiedlichen Klassen sind die Raummöglichkeiten und die Qualifikation der Lehrer zu berücksichtigen. Eine Logine mit den Parametern gefüttern erstellt eine solche Planung in entschieden kürzerer Zeit.

Beispiele ähnlicher Art lassen sich in verschiedenen Bereichen finden. Gemeinsame Folge solcher Beispiele ist, daß im dispositiven Bereich die Aufgaben von weniger Mitarbeitern ausgeführt werden können bzw. Mitarbeiter aus dem produktiven Bereich diese Aufgaben mit geringen Aufwand bewältigen. Als Folge büßen zahlreiche Mitarbeiter aus dem dispositiven Bereich ihren Tätigkeitsfelder ein und könnten bzw. müßten im produktiven Bereich sich betätigen. Etlichen dürften sich bei solchen Gedanken – nach einigen Jahrzehnten wieder produktiv und sich womöglich täglich noch körperlich zu betätigen – die Nackenhaare aufstellen und Fußnägel kräuseln.

In den staatlichen Einrichtungen verlieren die Mitarbeiter – aufgrund des Tagesgeschäftes und der vorhandenen Systemdynamik – häufig aus ihren Blick, wem ihre Tätigkeit dienen soll. Ihre Tätigkeiten erfüllen keinem Selbstzweck, sondern – so die Theorie – dienen den Bürgern und der Gesellschaft. Mit der Loginisierung entsteht die Gelegenheit die Qual der Bürger-Pflichten – wie Steuererklärung oder Anträge – in eine kompfortable und verständliche Form zu bringen und den Bürgern – unabhängig von ihren Vorkenntnissen und ihrer Bildung – die Antragstellung und Abgabe erheblich zu erleichtern. Barierefreie Zugänge zu Formularen und Anträgen – basierend auf den WCAG Empfehlungen des W3C, aufgegriffen in der deutschen BITV – stellen einen ersten Schritt dar.

Eine umfassende und transparente Möglichkeit der Antragstellung über internet-basierte Portale, eine sichere Komunikation sowie begleitende Assistenssysteme für die Bürger fehlen. An solchen Punkten misst sich, ob ein Staat seiner Bürgerschaft dient oder einer sich selber als elitär betrachtenden Gruppe und die restliche Bürgerschaft dem Staat und somit im Dienst dieser kleineren Gruppe steht.


In den folgenden Teilen wird der Versuch unternommen das Themen-Umfeld der KI mit den Fragen zu beleuchten:


Frühere Beiträge aus dieser Themenreihe: